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Vorläufige Bilanz der Unwetterschäden

08.06.2018
LR Gruber: Mitarbeiter der Straßenmeistereien leisteten bisher 2.500 Einsatzstunden - Rund 500.000 Euro Schaden im ländlichen Wegenetz


Klagenfurt (LPD). Die Unwetter der vergangenen Tage haben an Kärntens Landesstraßen und im ländlichen Wegenetz starke Schäden verursacht. Vermurungen, Hangrutschungen und Unterspülungen führten vielfach auch zu Straßensperren. Seit 29. Mai mussten die Mitarbeiter der Straßenmeistereien landesweit zu 35 akuten Schadensfällen ausrücken, deren Behebung teils mehrere Tage beansprucht hat. "2.500 Mannstunden wurden bisher landesweit von den Mitarbeitern geleistet, um die Befahrbarkeit der Straßenabschnitte innerhalb kürzester Zeit wiederherzustellen. Über 2.000 Gerätestunden fielen durch Bagger, LKWs, Schlammwagen und Kehrmaschinen an. Mein aufrichtiger Dank für diesen engagierten Einsatz der Straßenmeistereien, aber auch der Mitarbeiter des Agrarbauhofs, der Gemeindebauhöfe und aller freiwilliger Helfer", zog Straßenbaureferent Landesrat Martin Gruber heute, Freitag, eine vorläufige Bilanz.

Die Kosten für die bisherigen Arbeiten der Straßenmeistereien belaufen sich auf rund 250.000 Euro. Am stärksten betroffen war unter anderem der Bereich Seeboden - hier wurden Teile der Fahrbahn unterspült. "Der Gesamtumfang der Schäden wird hier überhaupt erst nach genaueren Untersuchungen abschätzbar sein", so LR Gruber. Man gehe derzeit aber von notwendigen Sanierungsmaßnahmen an der L11 Trefflinger Landesstraße in der Höhe von rund 100.000 Euro aus.

Ebenfalls stark betroffen war die Gemeinde Deutsch Griffen. Durch den Starkregen wurde eine Querung unter der Landesstraße verlegt, wodurch der Bach aus den Ufern trat und die L64 Deutsch Griffener Straße vermurte. Mehrmals mussten die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Eberstein zu Einsätzen auf die L83 Krappfelder Straße, L94 Kappeler Straße, L92 Saualpen Straße, L91 Klippitztörl Straße und die B92 Görtschitztal Straße ausrücken. Seit gestern bis voraussichtlich heute Abend gesperrt ist die Umfahrung von Bad St. Leonhard an der B 78 Obdacher Straße. Aufgrund der gestrigen Unwetter bleibt die L 63 Flattnitzer Straße nach der Ortschaft Weißberg, bei km 7,55, noch das ganze Wochenende über gesperrt, weil dieser Straßenbereich abzurutschen droht. Ebenso bis Montag gesperrt bleibt die L 82 Silberegger Straße zwischen Guttaring und Schelmberg - hier wurde eine Rohrdurchführung unter der Straße herausgerissen. Sowohl bei der L 63 als auch bei der L 82 sind die Kosten, die für die Sanierung anfallen werden, überhaupt noch nicht abschätzbar, weil die geologischen Untersuchungen nicht beendet sind.

Die Arbeiten zur Beseitigung von Vermurungen und Verschlammungen in den Straßenmulden werden auf vielen Landesstraßen voraussichtlich noch die nächste Woche über andauern. "Alle Mitarbeiter und Einsatzkräfte arbeiten wirklich auf Hochdruck, um die Straßen wieder für den Verkehr freigeben zu können", betonte Gruber und hob besonders die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Straßenmeistereien und dem Agrarbauhof in den letzten Tagen hervor. Im ländlichen Wegenetz geht man derzeit von Schäden in der Höhe von ca. einer halben Million Euro aus, wobei die Gemeinden Gurk, Weitensfeld, Radenthein, Heiligenblut, Klein St. Paul und Krems am stärksten betroffen sind. In Krems muss unter Umständen sogar eine Brücke neu gebaut werden. "Der Agrarbauhof ist in diesen Gemeinden bereits mit schwerem Gerät vor Ort, um die Erreichbarkeit der Hofstellen so rasch wie möglich wiederherzustellen. Die Bauleiter der Agrartechnik sind rund um die Uhr im Einsatz, um die Schäden zu erheben", berichtete Gruber. Eine genaue Bezifferung der Schäden werde allerdings erst in den kommenden Tagen möglich sein.


Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Wedenigg/Sternig