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Gut umsorgt zuhause alt werden - CoNSENSo macht’s möglich

14.06.2018
LHStv.in Prettner verlieh ersten Kärntner "Family Community Nurses" ihre Abschlusszertifikate


Klagenfurt (LPD). Die Pflege der Zukunft braucht Weitblick und innovative Ansätze. Vor allem auch, um dem Wunsch der Menschen zu entsprechen, möglichst lange im gewohnten Umfeld zu bleiben. Einer dieser innovativen Ansätze steckt hinter dem Namen CoNSENSo, einem Interreg Alpine Space Projekt, das in Kärnten im Jahr 2016 gestartet wurde und zusätzlich zur "klassischen" Pflege auch den Aspekt der Prophylaxe und die Einbeziehung pflegender Angehöriger vorsieht. Gestern, Mittwoch, bekamen Kärntens erste "Family Community Nurses" von Gesundheits- und Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner die Abschlusszertifikate für den erfolgreich absolvierten wissenschaftlichen Lehrgang verliehen, den es aufbauend auf die bereits bestehende Diplomausbildung zu absolvieren galt. "Unsere ‚Family Community Nurses‘ sind eine wichtige Stütze im ländlich entlegenen Raum, um Menschen mit Pflege- und, oder Unterstützungsbedarf dabei zu helfen, ihren Alltag möglichst lange zuhause zu bewältigen", betonte Prettner und gratulierte den Absolventinnen.

In den für das Projekt ausgewählten acht Pilotgemeinden Malta, Bad Kleinkirchheim, Reichenau, St. Paul/Lavanttal, St. Georgen/Lavanttal, Lavamünd, Sittersdorf und Bad Eisenkappel sind die diplomierten und speziell geschulten Pflegefachkräfte im täglichen Einsatz für die älteren Menschen vor Ort. Eine individuelle und an die Bedürfnisse der Menschen angepasste Hilfestellung durch die Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen (DGKP) zeichnet dieses Projekt aus. Besonderes Augenmerk wird auf die Vorbeugung und Beratung, nicht nur der zu Betreuenden, sondern auch von deren Angehörigen, gelegt - gerade dieses Element des Projektes wird von den Menschen äußerst positiv angenommen. Zusätzlich zur Vorbeugung und klassischen, kurativen Pflege, werden durch die DGKP aber auch unkompliziert und effizient Behörden- und Arztwege erledigt, was eine zusätzliche und große Erleichterung für die betreuten Personen darstellt. Die älteren Menschen, es gilt ein Mindestalter von 65 Jahren, fühlen sich durch die angebotenen Dienstleistungen einfach besser umsorgt und erfahren auch eine entsprechende Wertschätzung ihrer Person - es ist eine fachlich kompetente Ansprechperson da, welche man jederzeit anrufen kann und die dann auch ins Haus kommt und sich kümmert.

"Das Projekt CoNSENSO ist ein echtes Vorzeigemodell mit internationalen Partnern aus Italien, Frankreich und Slowenien und die durchwegs positiven Rückmeldungen der Betroffenen zeigen: So sieht ein möglicher Weg der Zukunft, insbesondere für den ländlichen Raum aus", so Prettner, die auch in Zukunft derart innovative Ansätze für die Weiterentwicklung der Pflege in Kärnten anstrebt. Aufsuchend, vor Ort kümmern und bedarfsgerecht sind dabei drei Schlagworte, die für die Gesundheits- und Sozialreferentin von großer Bedeutung sind.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Leifert/Böhm
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner