News

LOKAL

Wirtschaftswissenschaften wollen in die Champions League

14.06.2018
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Uni Klagenfurt feiert 25-Jahr-Jubiläum - LH Kaiser: Internationalität und Regionalität bestehen seit Gründung - Qualität der Lehre und Forschungsarbeit ausgezeichnet - weltweit bedeutendste Akkreditierung angestrebt


Klagenfurt (LPD). Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Uni Klagenfurt feierte heute, Donnerstag, im Beisein von LH Peter Kaiser ihr 25-jähriges Bestehen. Seit der Gründung 1993 versteht sich die Fakultät als interdisziplinäre Stätte durch die Kombination aus Betriebswirtschaftslehre, Geographie und Regionalforschung, Rechtswissenschaften, Soziologie und Volkswirtschaftslehre. Was mit wenigen Professuren startete, ist heute das pluralistische Kompetenzzentrum in Wirtschaftsfragen der Uni Klagenfurt mit 10 Instituten, 156 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, 117 externen Lehrbeauftragten und rund 2.500 Studierenden.

"2.500 Studierende sind eine herzeigbare Zahl und ein Beleg für die Qualität trotz der Überschaubarkeit unserer Uni, die uns auch von anderen Universitäten unterscheidet", betonte Kaiser, selbst Absolvent der Klagenfurter Universität. Kaiser wies auf die positive Entwicklung des Landes hin, resultierend auch aus einer steigenden Reputation im Ausland. "Diesen positiven Sog müssen wir nutzen. Ich sehe in der Universität einen unverzichtbaren Partner und Mitentwickler, vor allem auch im Zentrum des Alpe-Adria-Raumes. Wir werden durch die Internationalität mittels englisch-sprachiger Studien auch die Zahl der Studierenden steigern können", hielt Kaiser fest.

Es wäre nicht die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, würde sie nicht nach Höherem streben. Der nächste Schritt in die Zukunft sollte demnach die Zertifizierung nach AACSB sein. Es ist dies eine der drei bedeutendsten Akkreditierungen weltweit, die wirtschaftswissenschaftliche Fakultäten überhaupt erreichen können. Damit würde die Klagenfurter Fakultät quasi einen Champions League-Status unter den Wirtschaftswissenschaften erreichen, wie Schwarz ein Bild zeichnet. "Die Dynamik zeichnet unsere Fakultät von Anfang an aus und wir haben klare Ziele: die Einrichtung eines englisch-sprachigen Bachelor-Studiums sowie die internationale Akkreditierung", so Schwarz. Derzeit ist die Klagenfurter Uni unter den 150 besten jungen Universitäten (unter 50 Jahre) gereiht.

Der Landeshauptmann sagte dazu: "Es gilt, nicht nur darüber zu reden. Wir haben alles zu tun, um zu den Besten zu gehören!"

Geprägt ist die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften von Internationalität gleichermaßen wie von regionaler Verankerung. Dekan Erich Schwarz kann für die Fakultät eine hohe Qualität der Lehre sowie eine ausgezeichnete Forschungsarbeit in Anspruch nehmen. Vor allem die enge Verbindung von Lernenden und Lehrenden sowie der Wissens-Austausch mit allen gesellschaftlich relevanten Gruppen werden in keiner anderen wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät so gelebt wie in Kärnten. "Unsere Bestrebung ist, jungen Leuten durch eine Ausbildung auf internationalem Niveau eine Chance zu geben", erklärt auch Rektor Oliver Vitouch.

Der Fokus der Forschung und der Lehre liegt u. a. auf der Betrachtung von unternehmerischen Problemstellungen im Rahmen von Gründung, Entwicklung und Wachstum bis hin zu Nachfolge und Sanierung eines Unternehmens aber auch auf Innovationen in der Wirtschaft.
Die eingerichteten Studien sind national und international angesehen und mit neuen Professuren wie "Dienstleistungsmanagement" oder "Nachhaltiges Energiemanagement" liegt man am Puls der Zeit und leistet wichtige Beiträge zur Bewältigung aktueller Themen und Herausforderungen.
Aber auch die Digitalisierung hat mit der neuen fakultätsübergreifenden Stiftungsprofessur "Industrie 4.0" ein Zeichen gesetzt und liefert Forschungs- und Lehrakzente in Zeiten der Digitalisierung. Diese ist auch eines der zentralen Themen in Zukunft in beiden Bereichen, Forschung und Lehre.

Wie trendig und zeitgemäß geforscht und gelehrt wird, zeigen die heute international erfolgreichen Startups wie bitmovin oder Symvaro, die die Klagenfurter Fakultät gemeinsam mit den Technischen Wissenschaften auf den Weg gebracht haben.

Bei der 25-Jahr-Feier auch anwesend waren neben LR Sara Schaar, Landesamtsdirektor Dieter Platzer, der Präsident des Landesgerichtes Bernd Lutschounig, Bildungsdirektor Rudolf Altersberger, WK-Präs. Jürgen Mandl und Gernot Murko von der Rechtsanwaltskammer und viele andere anwesend.


Geschichte

1970 Gründung der Hochschule für Bildungswissenschaften in Klagenfurt

ab 1983 Sukzessiver Aufbau der Studienrichtungen "Angewandte Betriebswirtschaft" und "Angewandte Informatik"

1993 Es werden eine Fakultät für Kulturwissenschaften und eine Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Informatik eingerichtet.

2004 Alpen-Adria-Universität Klagenfurt; das interuniversitäre Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) wird dritte Fakultät. Der Ausbau des technischen Fachbereiches ist im Gange.

2007 Teilung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Informatik in die "Fakultät für Wirtschaftswissenschaften" und "Fakultät für Technische Wissenschaften".


Heute an der Fakultät
147 Mitarbeiter/innen (April 2018)
14 Studienprogramme
2.446 Studierende (WS 17/18)
3 Universitätslehrgänge (WS 17/18)

Ehrendoktoren
Manfred Max Gehring (1992)
Univ.-Prof. Dr. h.c. Peter Eichhorn (2003)
Univ.-Prof. Dr. Horst Wildemann (2003)
Em. O. Univ.-Prof. Dipl.-Kfm. Dr. h.c. mult. Dr. Hans Albert (2007)
O. Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny (2008)



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LPD/Just