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Agrarreferentenkonferenz: Gemeinsames Vorgehen beim Thema Wolf

15.06.2018
LR Gruber: Betroffene Bundesländer vereinbaren Einrichtung eines gemeinsamen Österreichzentrums zum Management der Großraubtiere


Klagenfurt (LPD). Die Agrarreferenten der Bundesländer (mit Ausnahme von Wien) haben sich heute, Freitag, in Stegersbach mit der zuständigen Bundesministerin Elisabeth Köstinger auf eine gemeinsame Vorgehensweise beim Management der Großraubtiere Wolf, Bär und Luchs geeinigt. "Es soll eine eigene Organisationseinheit dafür geschaffen werden, um alle Maßnahmen und auch Kompetenzen, insbesondere beim Thema Wolf zu bündeln", berichtet Kärntens Agrarlandesrat Martin Gruber aus der Agrarreferentenkonferenz.

Bundesministerin Köstinger hat dafür Personalressourcen sowie Räumlichkeiten an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein in Aussicht gestellt. "Das Thema Wolf, aber auch die Wiederkehr anderer Großraubtiere darf nicht unterschätzt werden. Vor allem für unsere Almwirtschaft ist das eine echte Herausforderung. Ich bin der Ministerin daher für ihre Unterstützung sehr dankbar", so Gruber. Es brauche eine gemeinsame Herangehensweise, auch um den Druck in Richtung EU zu erhöhen. Das geplante "Österreichzentrum" soll u.a. einheitliche, rasche Entschädigungsregelungen ausarbeiten und ein umfassendes Monitoring durchführen, das dann als Entscheidungsgrundlage für weitere Maßnahmen dienen kann. "In Kärnten wird derzeit erstmals ein Wildschadensfonds eingerichtet. Auch dabei können wir nun Synergien mit anderen Bundesländern besser nutzen", so Gruber.

Als weiteren wichtigen Beschluss der Agrarreferentenkonferenz nennt Gruber die Tierausfallsversicherung. Wie bereits bei Hagel und bei Ernteausfällen wird in Zukunft auch bei Tierausfällen die öffentliche Hand die Bauern bei der Versicherungsprämie unterstützen - darauf haben sich heute alle Bundesländer geeinigt. Voraussichtlich ab 1.1.2019 übernehmen Bund und Länder somit 50 Prozent der Versicherungsprämien. Für das Land Kärnten bedeutet das nach einer ersten Schätzung 160.000 Euro jährlich, die zusätzlich zu den bisherigen Mitteln für die Ernteversicherung (1,6 Mio. Euro) bereitgestellt werden, um die Landwirte zu unterstützen.



Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Wedenigg/Böhm