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10 Jahre Plattform "Verwaiste Eltern"

20.06.2018
LR.in Sara Schaar gratuliert Plattform "Verwaiste Eltern" zu 10-jährigem Bestehen - Plattform bietet schnelle und unbürokratische Hilfe für Familien nach dem Tod eines Kindes - Erste und zweite Beratungsstunde ab sofort kostenlos.



Klagenfurt (LPD). Nichts erschüttert Eltern mehr, als der Tod ihres Kindes. Wird der belastende Verlust nicht aufgearbeitet, kann Trauer krank machen. Um Familien und deren Angehörige nach dem Tod eines Kindes zu beraten und zu begleiten, wurde vor zehn Jahren die Plattform "Verwaiste Eltern" ins Leben gerufen. "Die Plattform bietet mobile Hilfe in ganz Kärnten an", so Landesrätin Sara Schaar, die der Einrichtung zum 10-jährigen Bestehen gratuliert und sich bei den Initiatorinnen Astrid Panger (Leiterin) und Mag.a Christiane Eberwein (fachliche Leitung) für ihren beherzten Einsatz bedankt.

"Seit zehn Jahren wird betroffenen Familien und Personen, die in irgendeiner Form mit dem Tod eines Kindes unmittelbar konfrontiert sind, schnell und unbürokratisch geholfen", so Schaar.

Allein im letzten Jahr wurden 241 Beratungsstunden geleistet. Die Plattform ist eine Einrichtung der Diözese Gurk, arbeitet aber konfessionsübergreifend und interdisziplinär. Österreichweit einzigartig ist, dass bei der Plattform "Verwaiste Eltern" auch Frauen und Männer Unterstützung erfahren, die ihr Kind in der Schwangerschaft verloren haben. Ebenso werden Eltern von Kindern, die an einer Krankheit, durch einen Unfall, Suizid, Drogen oder an einem Gewaltverbrechen gestorben sind, betreut - und das unabhängig vom Alter des Kindes.

"Denn: Kinder sind Kinder, egal, wie alt sie sind", so die Familienreferentin, die die Plattform "Verwaiste Eltern", die sich größtenteils über Spenden finanziert und auf ehrenamtliche, professionelle Arbeit setzt, ab sofort finanziell unterstützt. Durch diese Unterstützung können die ersten beiden Beratungsstunden nun kostenlos angeboten werden. Für jede weitere Beratungsstunde wird ein Kostenersatz von 30 Euro pro Stunde verrechnet. Bei finanziellen Engpässen werden individuelle Lösungen angestrebt.

Die Plattform versteht sich als Drehscheibe zur Beratung und Information von betroffenen Eltern, Geschwisterkindern, Großeltern und Angehörigen sowie als Kooperationspartner für Fachdienste, soziale Einrichtungen und alle Berufsgruppen (wie z.B. Ärztinnen und Ärzte, Hebammen, Lehrerinnen und Lehrern), die mit dem Tod eines Kindes unmittelbar konfrontiert sind.

Kontakt zur Plattform "Verwaiste Eltern": Tel. 0463/57770 2132, Handy: 0676/87 72 2132, Homepage: www.kath-kirche-kaernten.at/verwaiste-eltern


Rückfragehinweis: Büro LR.in Schaar
Redaktion: Pinter/Rauber