News

POLITIK

Integrationskonferenz der Länder: "Sprache ist Grundvoraussetzung für gelingendes Zusammenleben"

21.06.2018
Mehrere einstimmige Beschlüsse bei Integrationskonferenz der Länder gefasst - Bei den Sprachkursen wurde keine Einigkeit erzielt, bedauert Integrationsreferentin LR Schaar


Klagenfurt (LPD). Die Integrationsreferenten der Länder haben in ihrer Konferenz in Linz eine Reihe von einstimmigen Beschlüssen gefasst. So ist man sich u.a. einig, dass mehr Mittel für Ausbildung und Qualifizierung (Alphabetisierung, Basisausbildung und Nachholen von Pflichtschulabschlüssen) bereitgestellt werden sollen. Weiters soll der Bedarf an Integrationsmaßnahmen für Jugendliche auch regional erhoben werden.

Bei den Sprachkursen für Asylwerberinnen und Asylwerber - unabhängig von deren Herkunft - gab es von den Bundesländern Niederösterreich und Vorarlberg keine Zustimmung. Damit ein Beschluss der Bundesregierung vorgelegt werden kann, ist Einstimmigkeit Voraussetzung.

"Es ist bedauerlich, dass hier keine Einstimmigkeit erzielt werden konnte. Die Sprache ist der Schlüssel zur Integration und für ein Leben in Eigenverantwortung. Wir wollen fördern und fordern: Deshalb ist es wichtig, entsprechende Bildungsangebote zu schaffen. Die durchschnittliche Dauer der Asylverfahren beträgt noch immer 16 Monate. Zwischenmenschliche Kommunikation ist ein Grundbedürfnis und notwendig für ein gelingendes Zusammenleben. Sprachkurse zum frühestmöglichen Zeitpunkt sind daher unverzichtbar", so Integrationsreferentin LR Sara Schaar.

Grundsätzlich sind sich die Bundesländer darüber einig, dass Bund, Länder und Gemeinden auch in Zukunft gemeinsam Verantwortung im Bereich der Integration übernehmen müssen und Bildung eine zentrale Rolle im Integrationsprozess einnimmt.


Rückfragehinweis: Büro LR.in Schaar
Redaktion: Pinter/Rauber