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HCB: Frischgrasproben bei K 20 unter Bestimmungsgrenze

26.06.2018
Sicherung der Altlast K 20 soll Ende August abgeschlossen sein - Umweltabteilung wird dort aber auch danach umfassende Untersuchungen und Messungen durchführen


Klagenfurt (LPD). Aus dem Kärntner Görtschitztal liegen aktuelle, sehr erfreuliche Probenergebnisse vor. Konkret sind im direkten Umfeld der Altlast K 20 in Brückl Frischgrasproben des ersten Aufwuchses von den landwirtschaftlichen Flächen entnommen worden. Bezüglich HCB lagen alle Ergebnisse unter der Bestimmungsgrenze. Die Proben entsprechen somit den Bestimmungen des Futtermittelgesetzes, das Futtermittel dürfte an Nutztiere verfüttert werden. Zur Altlast K 20 selbst kann mitgeteilt werden, dass ihre Sicherung Ende August abgeschlossen sein wird.

Die Frischgrasproben im Bereich der Altlast K 20 sind von Kontrollorganen der Landwirtschaftsabteilung des Landes entnommen und dann an die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Wien übermittelt worden. Neben HCB wurden sie auch auf Arsen, Blei, Cadmium und Quecksilber untersucht. Bei diesen vier Schwermetallen lagen die Ergebnisse sehr weit unter den gesetzlichen Grenzwerten.

Bei der Altlast K 20 sind die Umschließung des Altlastkörpers mittels Dichtwand und die Oberflächenabdichtung fertiggestellt. Die Grundwasser- und Bodenluftreinigungsanlage wird in den nächsten Monaten in Betrieb gehen. Durch diese Maßnahmen wird sichergestellt, dass Schadstoffe weder in die Luft, noch in das Grundwasser gelangen können. Die Umweltabteilung des Landes wird aber auch in den nächsten Monaten und Jahren umfassende Untersuchungen und Messungen durchführen. Sie sollen diese Prognosen bestätigen und dienen darüber hinaus als Beweissicherung.

Die Umweltabteilung führte und führt im Görtschitztal laufend Untersuchungen und Monitorings in den Bereichen Luft, Grundwasser, Oberflächenwasser und Boden durch. Die Schwerpunkte der Luftuntersuchungen lagen - abgesehen von der kontinuierlichen Luftgütemessstation am Pemberg - in den letzten Monaten zunehmend im Umfeld der Altlast K 20, nachdem die Werte im Bereich Wietersdorf zunehmend unauffälliger waren. Dabei wurden kontinuierliche Luftgütemessungen (Halbstundenmittelwerte) im unmittelbaren Nahbereich der Altlast K 20 und HCB-Immissionsmessungen an neun Schwerpunktstandorten im Umfeld der Altlast K 20 sowie an einem Standort im oberen Görtschitztal (Klein St. Paul - Pemberg) durchgeführt.

Die Auswertungen der Luftqualitätsmessungen (HCB-Passivsammlermessungen) für die Jahre 2015 bis 2017 und im ersten Halbjahr 2018 zeigen, dass im gesamten Bereich des Görtschitztales nördlich von Brückl bereits ab dem Jahr 2015 der durch das Institut für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien speziell für das Görtschitztal empfohlene Langzeitimmissionsgrenzwert (Jahresmittelwert) von 2 ng/m³ eingehalten wurde. Während der Sanierungsarbeiten zeigten die Luftimmissionsmessungen an vier Messstellen im unmittelbaren Nahfeld zur Altlast K 20 vereinzelt noch Überschreitungen des Langzeitrichtwertes.

Die Untersuchungen von Fichtennadeln auf HCB und Quecksilber zeigen ebenfalls einen sehr positiven Trend, werden aber jedenfalls zur Beweissicherung im notwendigen Ausmaß weitergeführt.



Rückfragehinweis: Landespressedienst
Redaktion: Markus Böhm