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Seenbericht 2018 präsentiert - Kärntens Seen laden zum Baden ein

05.07.2018
"Zeugnistag" für Kärntner Seen: LR.in Schaar präsentiert mit dem 32. "Kärntner Seenbericht" die hohe Qualität heimischer Badeseen


Klagenfurt (LPD). Die Qualitätsbilanz heimischer Seen darf sich - pünktlich zum Ferienbeginn in Kärnten - wieder sehen lassen. "Der aktuelle Seenbericht bescheinigt den Kärntner Seen eine sehr hohe Wasserqualität. Von den 41 überprüften Seen wurden 25 mit nährstoffarm (oligotroph und schwach mesotroph), also mit einem "sehr gut" bewertet", freut sich Landesrätin Sara Schaar über die hervorragenden Noten.

Bei der klaren Sicht die Nase vorne haben aufgrund der sehr guten Lichtdurchlässigkeit große Seen wie der Weißensee (mit einer maximalen Sichttiefe von 12,3 m), gefolgt vom Millstätter See (mit 11,1 m) und dem Klopeiner See (mit 10,3 m). "Aber auch bei kleineren Seen kann man in die Tiefe blicken", verweist die Landesrätin auf die "ausgezeichnete optische Qualität" des Greifenburger Badesees, des Aichwaldsees, des Rauschelesees, des Längsees und des St. Johanner Badesees.

"Kärntenweit zeichnen sich die großen und tiefen Seen durch ein niedriges Nährstoffniveau aus, was zu einer erstklassigen Bewertung führt", informiert Schaar. Die "Einserschüler" neben dem Weißensee, dem Millstätter See und dem Klopeiner See sind hier noch weitere große Seen, wie der Faaker See und der Pressegger See. "Insgesamt gehören acht Seen in diese Top-Kategorie, auch kleinere Gewässer wie der Ferlacher- und der St. Johanner Badesee", so Schaar. In die beste Kategorie aufgestiegen ist 2017 der auf einer Seehöhe von 1.780 Metern gelegene Turracher See.

In die nährstoffarme Klasse - auch noch Note "Sehr gut" - fallen insgesamt 17 Seen, u.a. der Wörthersee als größter See des Landes, der Ossiacher See, der Keutschacher See, der Feldsee und der Längsee. Anders als 2016 zählen zwei Seen - der Hörzendorfer See und der Moosburger Mühlteich - 2017 wieder zur sehr näherstoffreichen Klasse und damit zum Baden "nur" geeignet.

Besonders kleine Seen reagieren rasch auf witterungsbedingte Einflüsse, so kann z.B. ein Starkregenereignis zur Erhöhung der Nährstoffkonzentration führen, was in der Algenmenge zum Ausdruck kommt", erklärt Roswitha Fresner vom Kärntner Seenforschungsinstitut. "Bei Seen mit großem Wasservolumen haben solche witterungsbedingten Einflüsse kaum Auswirkungen."

Damit die Wasserqualität der heimischen Seen so hoch bleibt, müssen Belastungen wie Phosphor-, Stickstoff- und Schadstoffeinträge vermieden werden, so Fresner. Neben dem Fernhalten häuslicher Abwässer zählen auch das Unterlassen des Fütterns von Wassertieren sowie die Einhaltung des vorgeschriebenen Abstandes beim Ausbringen von Wirtschaftsdünger an Gewässerrändern dazu. Sie betont: "Auch Ufervegetationsstreifen rund um Seen tragen wesentlich zur Reduktion von Nähr- und Schadstoffeinschwemmungen bei."

Eine wichtige Funktion für die Reinhaltung eines Sees haben die Ufer- und Flachwasserzonen. "Sie spielen auch eine bedeutende Rolle als Lebensraum für Pflanzen und Tiere", informiert Schaar. "Besonders die Wasserpflanzen besitzen wichtige Funktionen. Sie liefern Sauerstoff, hemmen das Wachstum von Algen, dienen als Nahrung für Wassertiere und bieten Jungfischen Unterschlupf", so die Umweltreferentin. Da die Seeufer den Menschen gleichzeitig als Erholungsraum dienen und die Basis des Kärntner Sommertourismus sind, gilt es hier, "einen gesunden Mittelweg zu finden". Zum Schutz noch vorhandener naturnaher Ufer, wurden an einigen Seen Uferschutzzonen ausgewiesen.

Der aktuelle Kärntner Seenbericht ist unter http://www.kis.ktn.gv.at abrufbar.


Rückfragehinweis: Büro LR.in Schaar
Redaktion: Pinter/Stirn
Fotohinweis: Büro LR.in Schaar