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Petzen-Region um eine Attraktion reicher

06.07.2018
LH Kaiser bei der Eröffnung des neuen Kletterturms in Feistritz ob Bleiburg - Geopark Karawanken mit Petzen setzen auf Naturerlebnisangebot - Weltklasse aus 22 Nationen klettert bei der Int. Climbing Trophy in Unterkärnten


Klagenfurt (LPD). Im Rahmen der 16. Internationale Climbing Trophy der Naturfreunde Petzen wurde heute, Freitag, der neue Kletterturm in Feistritz ob Bleiburg von LH Peter Kaiser eröffnet. Der Kletterturm ist ein Teil des Interreg-Projekts NatureGame, einem Projekt, bei dem sich neun Partner aus dem Petzengebiet auf Kärntner und Slowenischer Seite seit März dieses Jahres zum Ziel gesetzt haben, die Petzen als Herzstück des Geopark Karawanken durch ein attraktives Naturerlebnisangebot zu bereichern und ein einzigartiges grenzüberschreitendes Angebot zu schaffen. Die Errichtung des Kletterturmes erfolgte durch die Naturfreunde Ortsgruppe Petzen mit Kosten in Höhe von 151.000 Euro.

"Durch die Initiative Geopark und die Naturfreunde Feistritz ob Bleiburg können wir heute 22 Nationen hier willkommen heißen. Durch dieses Projekt wurden EU-Gelder nachhaltig für die Region eingesetzt und werden Menschen durch den sportlichen Wettkampf zusammen gebracht. Sport verbindet eben", sagte Kaiser bei der Eröffnung. Immerhin können die Unterkärntner bei der Climbing Trophy mit über 300 Teilnehmern einen neuen Rekord verzeichnen. "Diese Teilnehmerzahl ist das schönste Danke an alle ehrenamtlich Tätigen, die das Kletterevent möglich machen. Wir messen uns sportlich und wir gestalten Zukunft nachbarschaftlich mit grenzüberschreitenden Projekten wie diesen", so Kaiser.

2.000 Arbeitsstunden gingen in die Errichtung des Kletterturmes, der von Pavel Skofic, Leiter des IRCC, konzipiert wurde. 85 Tonnen Beton und 4 Tonnen Stahl machen den Turm stabil und sicher, sodass 264 Quadratmeter Kletterfläche zur Verfügung stehen.
Projektleiter der Initiative Geopark ist die F.S. Immobilien GesmbH., besser bekannt als "Petzenbetreiber" Franz Skuk. Alle neun Partnergemeinden haben sich das Ziel gesetzt, die bestehenden, erweiterten oder neu errichteten Ausflugsziele im Projektgebiet rund um die Petzen zu einem europaweit einzigartigen "Naturspiels-NatureGame" zusammenzuführen. Das Ziel ist klar: die Aufenthaltsdauer von Gästen im Gebiet zu steigern.

Das Gesamtvolumen des Interreg-Projektes beträgt 2,3 Mio. Euro mit 85 % EU-Geldern und der Kofinanzierung durch das Land Kärnten. Für die Geoparkentwicklung wurde eine mehrjährige Strategie konzipiert, die die herausragende Natur und die Geologie mit attraktiven Adrenalin-Freizeitangeboten kombinieren soll, damit der Geopark erlebbar wird. Die gesamte Region profitiert von diesen Initiativen, weil sie nicht nur Sportbegeisterte, sondern auch Naturliebhaber ansprechen.

Ein Geopark ist ein Gebiet mit einem bedeutenden geologischen Erbe, in dem eine nachhaltige ökonomische Entwicklungsstrategie angestrebt wird. Ein Geopark ist räumlich klar abgegrenzt und stellt keine Schutzkategorie, sondern ein Gütesiegel dar, das die Chance für eine Region bietet, ihr Profil zu schärfen. Das Prädikat Geopark gilt auch als eine Verschmelzung von Lernstätte, Naturdenkmal, Kulturdenkmal und Erlebnis. Ein Geopark hat auch eine aktive Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung des Gebiets durch die Erweiterung des Bewusstseins in Bezug auf das geologischen Erbe und der Entwicklung des Geotourismus.

Von 6. bis 8. Juli findet Europas größtes Jugend-Kletterevent im Kärntner Unterland statt. Die 16. Internationale Climbing Trophy lockt über 300 Jugendliche aus 22 Nationen ins Petzenland, wo auch die Kärntner Kletterelite gegen den Rest der Welt antritt. Bei der Eröffnung anwesend waren der 2. Landtagspräsident Jakob Strauß, die Bürgermeister Gerhard Visotschnig, Neuhaus, Stefan Visotschnig, Bleiburg und Hermann Srienz, Feistritz/Bleiburg.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LPD/Bauer