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Robert Klinglmair wird Kärntner Bildungsdirektor

18.07.2018
LH Kaiser: Bildungsdirektor ist wichtige Schlüsselposition - Bildungsdirektion nimmt mit 1. Jänner 2019 Arbeit auf


Klagenfurt (LPD). Bildungsdirektor in Kärnten wird Robert Klinglmair. Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser stellte den 38-jährigen Volkswirt heute, Mittwoch, in einer Pressekonferenz vor. Wirksam wird die Bestellung Klinglmairs mit 1. August 2018, was auch Bildungsminister Heinz Faßmann in der Bestellungsurkunde, die Kaiser heute postalisch erreicht hat, bestätigt. Die Bildungsdirektion als Institution nimmt erst mit 1. Jänner 2019 ihre Arbeit auf, die alle Schultypen - also aus dem Landes- und Bundesbereich - umfassen wird. Sie löst dann den bisherigen Landesschulrat ab und übernimmt damit auch die landesschulischen Agenden der Abteilung 6 des Landes. Von letzterer werden insgesamt 30 Personen in die Bildungsdirektion übergeführt.

Kaiser bezeichnete die Leitung der Bildungsdirektion als wichtige Schlüsselposition, sei doch Bildung der Schlüssel für die Zukunft. Kaiser hatte seitens des Landes das Vorschlagsrecht für die Bestellung, die Entscheidung habe er sich nicht leicht gemacht. Drei Personen seien zum Hearing vor einer fünfköpfigen Kommission eingeladen worden, darunter auch die Leitungen von Landesschulrat und Abteilung 6, Rudolf Altersberger und Gerhild Hubmann. "Alle drei wären höchst geeignet gewesen. Ich habe nach abwägen aller Fakten entschieden, dass eine neue Institution auch eine neue Person an der Spitze haben sollte", begründete Kaiser.

Und Bildungsminister Heinz Faßmann meint zur Bestellung Klinglmairs: "Auch Kärnten geht mit einer erfahrenen Führungspersönlichkeit in die große Herausforderung der Gestaltung einer neuen Bildungsdirektion. Ich wünsche Robert Klinglmair für diese verantwortungsvolle Tätigkeit alles Gute und viel Kraft und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler."

Der Landeshauptmann führte bei der Vorstellung des zukünftigen Bildungsdirektors - Klinglmair wird am 1. August in Wien vom Bildungsminister offiziell angelobt - aus, dass für die Bildungsdirektion noch eine präsidiale Leitung (für sie liegt das Vorschlagsrecht beim Land) und eine pädagogische Leitung (Vorschlagsrecht beim Bund) eingesetzt werden. Er hob die vielfältigen Maßnahmen und finanziellen Aufwendungen Kärntens hervor, mit denen die individuelle und gesellschaftliche Bedeutung von Bildung unterstrichen werden sollen. "Wir haben hier viele Dinge genau durchdacht, von der Elementarpädagogik bis hin zum tertiären Bereich. Und wir tun auch mehr, als der Bund gesetzlich vorsieht", betonte Kaiser. Er nannte in diesem Zusammenhang das Schulstandortekonzept, die Initiative zur Elternbeitragsfreiheit in der Kinderbetreuung sowie die Finanzierung der sogenannten Überhanglehrer. Die Zahl letzterer würde sich jedoch nahezu halbieren, wenn der Bund den tatsächlichen sonderpädagogischen Förderbedarf abgelten würde, merkte der Landeshauptmann noch an.

Klinglmair wurde in Oberösterreich geboren und lebt seit zwölf Jahren in Kärnten. Tätig ist er bisher am Institut für Volkswirtschaftslehre der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Er sagte, dass er sich als Wissenschaftler vor rund zehn Jahren auf das Thema Bildung spezialisiert habe. "Ich wollte von der Analyse weg in die Umsetzung und versuchen, Weichen für die Zukunft zu stellen sowie einen Beitrag zu einer Verbesserung der Chancengerechtigkeit leisten", meinte er über seine Bewerbung und die Herausforderungen als Bildungsdirektor.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Sucher