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Fußball: Wörtherseestadion erlebte Kracher Bayern vs. PSG

21.07.2018
LH Kaiser: Freue mich, dass nach vielen Diskussionen internationales Spitzenspiel doch noch im Wörtherseestadion ausgetragen werden konnte und Kärnten damit neuerlich in internationalem Rampenlicht strahlte


Klagenfurt (LPD). Was lange währt, wird endlich gut. So könnte man die im Vorfeld des heutigen Fußball-Spitzenspiels zwischen Bayern München und Paris Saint Germain im Klagenfurter Wörtherseestadion langwierigen Diskussionen zusammenfassen. Vor fast 30.000 Zuschauern endete der Kracher mit einem 3:1-Sieg für Bayern München. Bekanntlich stand die Austragung des Spieles aufgrund von Termin- und TV-Rechts-Kollisionen auf der Kippe. Dass Kärnten und die Fußballwelt letztlich doch noch das Aufeinandertreffen zweier europäischer Top-Klubs inklusive vieler Stars erleben konnten, dazu hat nicht zuletzt auch Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser maßgeblich beigetragen. "Es stand wirklich Spitz auf Knopf. Und erst nach einem entscheidenden Telefonat mit ORF-Sportchef Hans Peter Trost betreffend die Übertragung im TV gab es letztlich grünes Licht. Ich freue mich als Fußballfan und als Landeshauptmann, dass dieses einzigartige Spiel zweier Weltklasseclubs nicht nur für ein volles Wörtherseestadion, sondern für weltweite beste Werbung auch für Kärnten gesorgt hat", so Kaiser, der das Match natürlich live im Stadion mitverfolgt hat.

Kaiser hat sich noch am Tag, als die Terminkollision bekannt wurde, sofort und persönlich mit ÖFB-Präsident Leo Windtner in Verbindung gesetzt und eindringlich dafür plädiert, gemeinsam nach einer für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung zu suchen. Dem Telefonat folgte ein vom Landeshauptmann in seinem Büro einberufener Fußball-Gipfel, an dem sich alle Beteiligten, Bernhard Neuhold (Geschäftsführer der ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH), Veranstalter Kian Walizadeh, Klagenfurts Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler, Landessportdirektor Arno Arthofer und Sportpark-Geschäftsführer Gert Unterköfler auf den 21. als Spieltag einigen konnten, man jedoch noch auf das OK der Clubs sowie des ORF angewiesen war, das letztlich nach der von Kaiser in besagtem Telefonat mit ORF-Sportchef Trost erreichten Zustimmung auch kam.

Begeistert zeigte sich auch Klagenfurts Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler: "Klagenfurt konnte nach dem Schlager-Testspiel Österreich gegen Deutschland einen weiteren Fußballkracher und damit höchste Aufmerksamkeit erregen."

"Grundsätzlich sind internationale Testspiele an Spielerminen des UNIQA ÖFB Cups gemäß Regulativ nicht möglich. Der ÖFB musste die Interessen seiner Vertragspartner vertreten und bestehende Regulative schützen. Es war und ist uns als ÖFB aber immer ein Anliegen, Fußballfans attraktive Spiele in Österreich zu bieten. Ein großes Dankeschön ergeht daher einmal mehr an TV-Partner ORF, Cup-Hauptsponsor UNIQA und den Kärntner Fußballverband mit seinen Vereinen, die die Realisierung dieser einmaligen Ausnahme ermöglicht haben", meinte Bernhard Neuhold, Geschäftsführer der ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH.

Zufrieden zeigte sich Veranstalter Kian Walizadeh: "Ich bin genau wie jeder Fußballfan erleichtert, dass wir diese Diskussion zu einem für alle Beteiligten zufriedenstellenden Ende bringen konnten. Danke Landeshauptmann Peter Kaiser für seine erfolgreiche Intervention und dem ÖFB für seine Bereitschaft, die Lösung gemeinsam mitzutragen."

Landessportdirektor Arno Arthofer und Sportpark-Geschäftsführer Gert Unterköfler betonten die Bedeutung des Spiels: "Das Wörtherseestadion, Klagenfurt und Kärnten werden in einem Atemzug genannt mit Weltmetropolen wie New York, Los Angeles, Singapur, Madrid, Stockholm, Philadelphia und Miami."

Maßgeblich am Zustandekommen war auch der Kärntner Fußballverband (KFV) beteiligt. "Es war immer mein Ziel, die beiden Interessenslagen - ÖFB-Cup und das Freundschaftsspiel Bayern-Paris - unter einen Hut zu bringen und Lösungen im Sinne des Kärntner Fußballs zu erzielen. Ich habe mit den betroffenen Kärntner Vereinen Gespräche geführt, alle waren mit dem geplanten Spieldatum und der neuen Uhrzeit einverstanden", berichtete KFV-Präsident Klaus Mitterdorfer.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Böhm