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Camping Nord am Klopeiner See wird Ganzjahresbetrieb

29.07.2018
LH Kaiser eröffnet Campingplatz Nord am Klopeiner See nach umfangreicher Sanierung - Investition in Höhe von über 1,9 Mio. Euro - Ganzjahresbetrieb ermöglicht - Seminar- und Veranstaltungsraum geschaffen


Klagenfurt (LPD). Seit 1952 betreibt die Gemeinde St. Kanzian den Campingplatz Nord am Klopeiner See. Heute, Sonntagvormittag, wurde der Platz nach einer Generalsanierung von Landeshauptmann Peter Kaiser eingeweiht. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf über 1,9 Mio. Euro, 250.000 Euro macht die Unterstützung des Landes aus.

"Das ist ein großartiges Projekt, das entsprechend der Tourismusstrategie des Landes umgesetzt wurde und den Ganzjahrestourismus in Kärnten forciert", erklärte LH Peter Kaiser in seiner Ansprache. Der Campingplatz Nord zähle zu den ältesten Plätzen in Kärnten und wurde nun zu einem modernen, zeitgemäßen Platz umgebaut. Das Land habe für zukunftsweisende Projekte eine Offensive gestartet, um Investitionen in Radwege, See- und Berginfrastruktur zu unterstützen. Die Modernisierung des Campingplatzes und die nun ganzjährige Nutzung habe laut Kaiser auch die Unterstützung durch das Land gerechtfertigt.

Kaiser dankte auch der Wasserrettung vor Ort. "Unsere Gäste können hier bestens geschützt und sicher Urlaub machen, das haben wir den Wasserrettern vor Ort zu verdanken. Wir sind stolz auf unsere Einsatzkräfte", betonte Kaiser.

Der Campingplatz an der Norduferstraße umfasst über 150 Stellplätze. Im Zuge der Generalsanierung wurden ein neues Campinggebäude sowie neue Sanitäranlagen errichtet, die auch winterfest sind, sodass nun ein Ganzjahresbetrieb möglich ist. Da die Zufahrt zum Platz verlegt werden konnte, sind zusätzliche Stellplätze entstanden.
Im Obergeschoss des neuen Verwaltungsgebäudes ist ein Multifunktionsraum mit einer großen Glasfront Richtung See entstanden. Das ganze Jahr über kann dieser Raum nun für Seminare oder Veranstaltungen direkt am See angeboten werden.
Aber auch am Gelände selbst hat sich im Zuge der Sanierung einiges getan. So wurde ein Gartenbrunnen errichtet und Holzliegen schaffen mehr Gemütlichkeit für die Gäste.

"Es gab großen Handlungsbedarf und es wurden zwei einstimmige Gemeinderatsbeschlüsse für das Projekt gefasst, das nach achtmonatiger Bauzeit nun auch das Zuhause für die Wasserrettung ist. Wir haben ein Leuchtturmprojekt für unseren Tourismus geschaffen", sagte Bürgermeister Thomas Krainz. Das Architektenbüro Katzianka und Lengger aus Villach hat die Ausschreibung gewonnen und im September 2017 wurden mit dem Abriss der alten Gebäude begonnen, die noch aus dem Jahr 1954 stammten.

Als die Gemeinde 1952 das fast zwei Hektar große Areal ankaufte, entstand bald darauf ein Zeltplatz. Rund um 1955 gab es erste noch sehr beschauliche Baulichkeiten und an nur einer offenen Feuerstelle wurde das Essen zubereitet. Auch die Sanitäranlagen haben keinesfalls den heutigen Standards entsprochen, gewaschen hat man sich in den 50er und 60er Jahren nur mit kaltem Wasser. Ein Bungalow-Zelt war zu diesen Zeiten purer Luxus. Trotzdem lockte der Platz Gäste an, die mit dem Fahrrad oder dem Moped anreisten. Nur wenige kamen mit dem Auto, geschlafen wurde in Zelten, Wohnwägen kannte man damals noch nicht.

Heute umfasst ein Stellplatz 70 bis 80 Quadratmeter in sonniger Lage, für Beschattung sorgen die Laubbäume, überall sind Stromanschlüsse vorhanden und gibt es Zapfsäulen für die Trinkwasserversorgung. Waschmaschinen, Wäschetrockner und Bügeleisen sind ebenso vorhanden wie Elektrokocher. WLAN auf allen Stellplätzen ist eine Selbstverständlichkeit.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LPD Kärnten/Just