News

LOKAL

Regierungssitzung 2: Sicherheitsausbau der B 100 wird fortgesetzt

30.07.2018
LR Gruber: Weitere Vorgehensweise mit betroffenen Gemeinden akkordiert - Projektierung der Umfahrungen Greifenburg und Dellach sowie der Kreuzungsverlegung bei Berg startet - Geplanter Baubeginn 2020


Klagenfurt (LPD). 30.07.2018 Seit Jahren wird über den Ausbau der B 100 Drautal Straße zu einer leistungsfähigen Verbindung zwischen den Wirtschaftszentren Spittal und Lienz diskutiert. Umgesetzt wurde bisher erst der Abschnitt zwischen Sachsenburg und Greifenburg Ost. Mit den zu hohen Kosten wurde argumentiert, warum seit 2006 nicht weitergebaut wurde. "Die B 100 ist das prioritäre Projekt der heuer gestarteten Straßenbau-Offensive. Deshalb werde ich den Sicherheitsausbau nun fortsetzen. Es ist das größte Straßenbauprojekt dieser Regierungsperiode", berichtete heute, Montag, Straßenbaureferent Landesrat Martin Gruber im Pressefoyer nach der Regierungssitzung. Gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden Greifenburg, Berg im Drautal und Dellach im Drautal wurde die weitere Vorgehensweise festgelegt.

Absolute Priorität hat die Umfahrung von Greifenburg. "Jeder, der vor Ort miterlebt hat, wie es sich anhört und anfühlt, wenn täglich rund 800 LKW durch das Nadelöhr im Zentrum von Greifenburg donnern, wird mir hier beipflichten", so Gruber. Durch den Bau einer Spange von Radlach West bis zur Weißenseestraße soll Greifenburg in Zukunft umfahren werden. In einem zweiten Schritt wird Dellach im Drautal verkehrstechnisch entlastet. Gemeinsam mit der Gemeinde und den Bürgern wurde eine neue Trassenvariante festgelegt, auf der die
B 100 auf rund drei Kilometern neu errichtet werden soll. Im Bereich Berg im Drautal verbleibt die B 100 im derzeitigen Bestand bestehen. Der Bahnhof, der unmittelbar an die B 100 angrenzt, wird jedoch von der ÖBB adaptiert, weshalb eine neue Einbindung der Amlacher Landesstraße, inklusive Anbindung an die B 100 zu errichten ist.

Nach einer derzeitigen Schätzung ist von Planungskosten für alle Abschnitte in Höhe von rund 400.000 Euro auszugehen, die Gruber bereits im Straßenbaureferat reserviert hat. Nach Abschluss der Projektierungsarbeiten können genauere Aussagen zu den Gesamtbaukosten getroffen werden. Auf Basis der aktuell mit den Gemeinden akkordierten Adaptierungen können die vor Jahren geschätzten Kosten von 65 bis 70 Mio. Euro jedoch auf rund 50 Mio. Euro reduziert werden.

Als nächste Maßnahmen müssen nun notwendige Materienverfahren geklärt und Grundstücksoptionen für die Bauabschnitte gesichert werden. Auch der Landesrechnungshof wird eine Großvorhabensprüfung durchführen. "Wir gehen von einer Planungsphase von mindestens eineinhalb Jahren aus. Als Baustart haben wir uns 2020 zum Ziel gesetzt", informierte Gruber. Wichtig für die zügige Projektierung ist, dass kein UVP-Verfahren notwendig ist. Das wurde bereits im Vorfeld durch ein Rechtsgutachten abgeklärt. "Wir wollen mit diesem Ausbau einerseits die Anrainer entlasten und die Sicherheit erhöhen, andererseits aber auch leistungseffiziente Verkehrsadern für die regionale Wirtschaft schaffen. Deshalb heißt es jetzt ordentliche Planungsarbeit leisten, die Materienverfahren konsequent abarbeiten und dann das Projekt B 100 endlich in die Umsetzung bringen", erklärte Gruber.



Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Barbara Wedenigg