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POLITIK

Arbeitsmarkt: Mittel nicht kürzen sondern gezielt einsetzen

03.08.2018
LHStv.in Schaunig warnt Bund vor Budgetkürzung bei Arbeitsmarktservice - "Auch bei guter Konjunktur sind Maßnahmen für benachteiligte Personen unabdingbar"


Klagenfurt (LPD). Alarmiert zeigte sich heute, Freitag, Kärntens Arbeitnehmerreferentin LHStv.in Gaby Schaunig von kolportierten drastischen Mittelkürzungen in der Arbeitsmarktpolitik: "Ich warne die Bundesregierung vor so einer kurzsichtigen und schädlichen Maßnahme. Auch in Zeiten der Hochkonjunktur gibt es Personengruppen, die von der erfreulicherweise guten Entwicklung am Arbeitsmarkt nicht profitieren - ältere Arbeitssuchende, Langzeitarbeitslose, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen." Diese Personen bräuchten weiterhin Unterstützung. "Die jetzige gute Wirtschaftslage ist der ideale Zeitpunkt, um diesen Menschen mit Unterstützung durch das AMS eventuell noch Chancen zu eröffnen", so Schaunig.

Im Bereich der älteren Langzeitarbeitslosen sei es allein durch die Aktion 20.000 zu einem leichten Rückgang gekommen. "Durch den Stopp der Aktion noch vor dem landesweiten Roll-out war dieser Effekt leider nicht langfristig", stellte Schaunig fest. Im Juli kam es bereits wieder in vier Kärntner Arbeitsmarktbezirken - Hermagor, Feldkirchen, Klagenfurt, Völkermarkt - zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Bereich der Personengruppe 50+.

Maßnahmen seien weiterhin unbedingt erforderlich. "Anstatt Mittel zu kürzen, sollten diese vielmehr zielgenau in den Bezirken mit höherer Arbeitslosigkeit und für Personen mit geringen Chancen am regulären Arbeitsmarkt eingesetzt werden", forderte Schaunig und richtet den dringenden Appell an den Bund, von geplanten Budgetkürzungen beim AMS unbedingt abzusehen.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Zeitlinger