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Wieder Engerlingsplage in Reißeck

03.08.2018
LR Gruber: Finanzielle Unterstützung für betroffene Landwirte, um weitere Schäden am Grünland zu verhindern


Klagenfurt (LPD). Großflächige Schäden am Grünland werden derzeit im Mölltal, vor allem in der Gemeinde Reißeck befürchtet. Der Feldmaikäfer ist hier, ebenso wie im Oberen Drautal und im Gailtal vorherrschend. "Die Finanzierung der Engerlingsbekämpfung stellt die betroffenen Landwirte vor eine große finanzielle Herausforderung, deshalb wird das Land Kärnten ein Drittel der Gesamtkosten übernehmen", stellt Landesrat Martin Gruber heute, Freitag, Unterstützung in Aussicht. Von der Landwirtschaftskammer Kärnten werden die Gesamtkosten auf rund 23.000 Euro geschätzt. Dieser Betrag soll nun zwischen Land, Gemeinde und Landwirten gedrittelt werden, so Gruber.

Die Bekämpfung der Engerlinge müsse sowohl mechanisch als auch biologisch erfolgen. Betroffene Böden würden zunächst bearbeitet, danach werde eine so genannte Pilzgerste eingesät. Alleine die Kosten für das Saatgut würden sich dabei auf bis zu 390 Euro pro Hektar belaufen. 13 Landwirte sowohl in Reißeck als auch in Mühldorf seien derzeit betroffen. "Wir müssen jetzt umgehend Maßnahmen setzen, damit sich die Schadflächen nicht weiter erhöhen", betont Gruber. Die Bekämpfung der Engerlinge und die Aussaat des Pilzpräparats sollen deshalb noch im August erfolgen.

Der Feldmaikäfer hat einen dreijährigen Zyklus: Alle drei Jahre ist ein Flugjahr, in dem auch die Befruchtung und die Eiablage erfolgen. Durch ausgeprägte Flugjahre 2016 und 2017 sowie die vorherrschende Trockenheit, ist die Population nun stark angestiegen. Die Engerlinge fressen die Wurzeln der Pflanzen ab, wodurch das Gras an der Oberfläche abstirbt. Rund 40 Hektar Grünlandfläche sind gefährdet und müssen dringend behandelt werden.


Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Wedenigg/Sternig