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LR Schaar fordert Rücknahme der Kürzungen bei Frauen und Familien

14.08.2018
Bundesratspräsidentin Posch-Gruska zu Besuch in Kärnten: LR Schaar übergibt Petition, um Zeichen gegen die angekündigten Kürzungen der Bundesregierung im Bereich der Frauen- und Familienberatung zu setzen


Klagenfurt (LPD). Kärntens Frauen- und Familienreferentin Sara Schaar ist angesichts der geplanten Kürzungen der Bundesregierung im Bereich der Frauen- und Familienberatung, der Frauenhäuser und des Gewaltschutzes alarmiert: "Die derzeitige Bundesregierung will bei Beratungsleistungen für Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer, Paare und Familien, die sich in schwierigen Situationen befinden und dringend Unterstützung brauchen, den Sparstift ansetzen. Das würde dazu führen, dass sich familiäre Notlagen massiv verschärfen. Wenn es weniger Beratungsstunden gibt, werden viele Menschen, die dringend eine Beratung brauchen, bei der Krisenbewältigung alleine gelassen."

In Kärnten habe sich in den vergangenen Jahrzehnten ein gutes Netz an Beratungsstellen etabliert, die aus öffentlichen Mitteln unterstützt werden, um Hilfesuchenden regional, unkompliziert und unbürokratisch zur Seite stehen zu können, so Schaar. "Es wäre fatal, dieses Netz einfach so zu zerstören. Familien dürfen mit ihren Problemen nicht alleine gelassen werden. Deshalb fordere ich die Bundesregierung mittels einer Petition dazu auf, die angekündigten Kürzungen bei Frauen- und Familienberatungsstellen sowie bei Frauenhäusern und dem Gewaltschutz zurückzunehmen", so die Frauen- und Familienreferentin, die heute, Dienstag, die Petition an Bundesratspräsidentin Inge Posch-Gruska, übergeben hat. "In zehn Tagen wurden fast 100 Unterschriften quer durch die Beratungsstellen gesammelt", so Schaar, die die Petition zuvor von Angelika Hinteregger, Geschäftsführerin der Oberkärntner Mädchen- und Frauenberatungsstelle, überreicht bekam.

Schaar: "Es freut mich sehr, dass wir mit Inge Posch-Gruska, die seit 1. Juli 2018 Präsidentin des österreichischen Bundesrates ist, eine starke Mitstreiterin gefunden haben. So können wir sicher sein, dass die Petition im Petitionsausschuss des Nationalrates und des Bundesrates behandelt wird."

Posch-Gruska: "Mit dieser Petition setzt das Land Kärnten einen Warnschuss ab, der auf die brenzlige Lage um Hilfseinrichtungen für Frauen und Kinder hinweist. Dabei zeigen die Zahlen der jüngsten Kriminalstatistik im Bereich der häuslichen Gewalt den hohen Bedarf für diese Einrichtungen auf."

Unterstützung für die Petition gibt es auch von Landtagsabgeordneter Ana Blatnik, Vorsitzende des Ausschusses für Frauen, Generationen und Integration im Kärntner Landtag, die betont: "Jede Maßnahme, die Frauen Gleichstellung und Chancengleichheit ermöglicht und Frauen unterstützt und fördert, ist ein Muss!"



Rückfragehinweis: Büro LR Schaar
Redaktion: Pinter/Stirn
Fotohinweis: Büro LR Schaar