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Drogen: LHStv.in Prettner schnürt konsequentes Maßnahmenpaket noch enger

21.08.2018
Kärntner Gesundheitsreferentin warnt vor panikschürenden Kampfaufrufen in der hoch sensiblen Suchtthematik


Klagenfurt (LPD). "Jeder Suchttote - ob durch Alkohol, Nikotin, harte Drogen oder einen immer neuen Suchtmittelmix - gibt Anlass zur Sorge und ist Aufruf, den Kampf gegen Süchte weiter zu verstärken. Definitiv unangebracht ist es, in diesem dermaßen sensiblen Bereich Panik zu schüren und mit erschütterndem Populismus zu reagieren", sagt Gesundheitsreferentin Beate Prettner. Wer meint, die Sucht- und Drogenproblematik mit billigen Kampfaufrufen zu beseitigen, habe entweder das Problem verkannt oder es nie verstanden.

"Ich nehme die Suchtproblematik sehr ernst - von Landesseite setzen wir alle uns zur Verfügung stehenden Maßnahmen. Eine Sucht ist ein gesellschaftspolitisches Thema - dafür gibt es keine singuläre Lösung, notwendig ist ein ganzes Paket", so Prettner. Die langfristig wirkungsvollste Maßnahme sieht die Gesundheitsreferentin in der Prävention: "Mit der Kärntner Suchtstrategie wird bereits in den Volksschulen sehr effektiv angesetzt", ist Prettner davon überzeugt, dass Aufklärung zwar ein langer Weg, aber letztlich doch das Um und Auf sei.

Parallel dazu wurde und wird die Therapie massiv ausgebaut - zuletzt in der neuen Drogenambulanz in Klagenfurt um weitere 300 Plätze. "Derzeit sind wir dabei, die Drogenambulanz in Villach aufzustocken und eine neue Beratungsstelle in Feldkirchen zu installieren." Bedauerlicherweise und entgegen deren derzeitigen Wortmeldungen hätten sich politische Mitbewerber dereinst ja gegen Therapieaufstockungen ausgesprochen, erinnert Prettner.

Für die nächste Regierungssitzung am 11. September kündigt die Gesundheitsreferentin zudem eine Resolution an die Bundesregierung an - mit der Aufforderung, die Strafen für Drogendealer zu verschärfen. "Diesbezüglich stehe ich auch im engen Austausch mit der Exekutive", so Prettner. "Wir müssen auf allen Ebenen nachschärfen." Der sicherheitspolitische Aspekt stehe allerdings im Verantwortungsbereich des Bundes.

Das Drogenproblem von heute sei mit der Drogenproblematik von vor wenigen Jahren nicht vergleichbar - "wir haben es heute mit Beschaffungsformen und Drogen zu tun, die sich quasi täglich ändern. Wir kämpfen an vielen Fronten - und wir tun das konsequent und verantwortungsvoll."



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Stirn