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AUVA: LHStv.in Prettner erwartet sich umgehende Veto-Rücknahme von Ministerin Hartinger-Klein

22.08.2018
Gesundheitsreferentin LHStv.in Prettner kritisiert AUVA-Umbau als größten Rückschritt in der heimischen Gesundheitspolitik


Klagenfurt (LPD). "Dieser AUVA-Umbau - von einer Reform kann ja nicht einmal ansatzweise die Rede sein - ist der größte Rückschritt in der österreichischen Gesundheitspolitik der 2. Republik. Er ist de facto nichts anderes als eine weitere Entlastungsoffensive für die Wirtschaft: Im Endausbau ersparen sich Unternehmer jedes Jahr eine halbe Milliarde Euro. Und dafür nimmt man die Torpedierung einer bestens funktionierenden Gesundheitseinrichtung in Kauf", kritisiert Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner die AUVA-Reform. "In Wahrheit wirft diese schief gegangene Operation mehr Fragezeichen auf, als sie Lösungen schafft. Bestes Beispiel: Die AUVA gibt für die Verwaltung in Summe 92 Millionen Euro aus, muss jetzt aber in der Verwaltung 135 Millionen jährlich sparen…"

Viele Fragezeichen sieht Prettner auch im großen Einsparrest von 300 Millionen Euro: Wie und wo man jährlich 300 Millionen einsparen wolle, wisse offensichtlich niemand. Zu befürchten seien entweder massive Einschnitte zu Lasten der Patienten und der Allgemeinheit, oder eine unverblümte Kostenverschiebung von A nach B. Prettner: "Das muss verhindert werden. Ich sage ja zu einem sinnvollen, effizienten Sparen. Und ich sage vehement nein zu ominösen Einsparungsspielen, die jenen zusätzlich geben, die es nicht nötig haben, aber dazu beitragen, dass Leistungen eingeschränkt und Gesundheits- und Sozialsysteme an den Rand der Finanzierbarkeit getrieben werden."

Das einzig Erfreuliche sei laut Prettner, "dass diesem Rundumschlag nicht die Unfallkrankenhäuser, die Reha-Kliniken und die Kooperationen zum Opfer gefallen sind": "Zumindest wurde seitens der Bundesregierung vorerst von einer Total-Zerschlagung der AUVA Abstand genommen und bleiben die Spitäler und Kooperationen erhalten." LHStv.in Prettner geht nun davon aus, dass Ministerin Hartinger-Klein ihre Zusage, ihr Veto gegen die Kooperation von Klinikum Klagenfurt und AUVA aufzuheben, "so schnell wie möglich schriftlich umsetzt." Immerhin habe gestern auch AUVA-Obmann Anton Ofner diese Kooperation als richtungsweisendes Zukunftsprojekt hervorgehoben. "Wir arbeiten seit Jahren an der Realisierung des gemeinsamen Traumazentrums. Beide Partner werden sich durch Synergien Millionen Euro jährlich einsparen - und das bei einem Ausbau des Leistungsangebotes für die Patienten. Dieses Kooperationsmodell ist Beispiel dafür, wie sinnvolles, vorausschauendes und intelligentes Sparen im Rahmen einer verantwortungsvollen Gesundheitspolitik geht", sagt Prettner.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Stirn