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Regierungssitzung 3: Erfolgreiche Umsetzung der Beschäftigungs- und Qualifizierungsstrategie 2020+ für Kärnten

11.09.2018
LH Kaiser, LHSvt.in Schaunig: Sinkende Arbeitslosenzahlen, steigende Beschäftigung und ein massiver Anstieg bei den offenen Stellen belegen die gute Kärntner Entwicklung


Klagenfurt (LPD). "Mit unseren Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen haben wir in den mageren Jahren den Arbeitsmarkt gestützt, jetzt können wir dafür Sorge tragen, dass die Menschen vom nunmehrigen Aufschwung profitieren", erläutern Landeshauptmann Peter Kaiser und Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig nach der Regierungssitzung heute, Dienstag.

Mit der Beschäftigungs- und Qualifizierungsstrategie 2020+ wurden arbeitsmarktpolitische Ziele und Anstrengungen festgelegt, um Arbeitslosigkeit zu verringern, vorhandene Arbeitsplätze abzusichern, Armut zu bekämpfen und "brain drain" zu vermeiden.

Vier Handlungsfelder stehen dabei im Fokus: Jugendliche am Übergang von Schule zum Beruf, Beschäftigung und Qualifizierung für Arbeitssuchende, Beschäftigung und Qualifizierung im unternehmerischen Umfeld sowie im regionalen Kontext. Was abstrakt klingt, heißt zusammenfassend: "Ziel ist, die Arbeitsmarktsituation in Kärnten nachhaltig zu verbessern", sagt Landeshauptmann Peter Kaiser.

In der heutigen Regierungssitzung wurde ein Zwischenbericht über die Maßnahmen aus dem zweiten Quartal dieses Jahres vorgelegt. "Über den Territorialen Beschäftigungspakt haben wir gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice Kärnten, unseren Sozialpartnern und dem Europäischen Sozialfonds heuer bereits rund 2.336 Maßnahmenplätze geschaffen und rund 28 Millionen Euro an Mitteln eingesetzt", berichteten Kaiser und Schaunig.

Die Maßnahmen und Mittel im Rahmen des Territorialen Beschäftigungspaktes 2018 wurden seitens des AMS und des Landes Kärnten zügig umgesetzt bzw. eingesetzt. Bereits nach dem 2.Quartal beträgt der TEP Auslastungsgrad bei den Plätzen 63 Prozent (2.336 Plätze) und bei dem Gesamtbudget 71 Prozent (€ 27.550.767,--). Insgesamt beträgt das TEP-Budget 2018 38.558.875 Euro und es sind 3.704 Maßnahmenplätze vorgesehen. Der nach zwei Quartalen mit 63 Prozent (Plätze) und 71 Prozent (Finanzierung) hohe Auslastungsgrad ist darauf zurückzuführen, dass die zu Beginn des Jahres begonnenen Projekte bereits mit ihrer Gesamtbudgetsumme eingerechnet sind.

"Eines der wichtigsten Handlungsfelder innerhalb der Strategie war der Bereich Jugendliche", so Kaiser und Schaunig. Hier lässt sich der Erfolg direkt in Zahlen ablesen: Die Jugendarbeitslosigkeit sinkt in Kärnten seit rund einem Jahr kontinuierlich und hat zuletzt um 22,7 Prozent abgenommen. Das Handlungsfeld "Jugendliche am Übergang Schule-Beruf" wurden mit mehr als 7,3 Mio. Euro budgetiert. Die Auslastung bei den Budgetmitteln beträgt derzeit 48% (3.564.538 Euro), bei den Plätzen 33 Prozent (309 Plätze).
Problemfelder sind nach wie vor die Langzeitarbeitslosigkeit sowie Jobs für Menschen über 50, wobei in diesen Bereichen zuletzt aber zumindest die Steigerungsraten gedämpft werden konnten. "Hier setzen wir mit Eingliederungsbeihilfen, Beschäftigungsprojekten und Stiftungen an", erklärten Kaiser und Schaunig. Mit mehr als 27,7 Millionen Euro budgetierten Fördermitteln ist das Handlungsfeld der "Beschäftigung und Qualifizierung arbeitsuchender Personen" traditionell der mit Abstand bedeutendste Bereich aktiver Arbeitsmarktpolitik. Die Auslastung bei den Budgetmitteln beträgt 82 Prozent (22.782.403 Euro), bei den Plätzen 89 Prozent (1.576).

In den weiterem Handlungsfeld im Rahmen der Beschäftigungs- und Qualifizierungsstrategie 2020+ "Beschäftigung und Qualifizierung im unternehmerischen Umfeld" wurden 406.994 Euro eingesetzt und 380 Plätze geschaffen. Zusätzlich wurden in diesem Handlungsfeld über die Ausbildungsinitiative für Beschäftigte und für ESF-Projekte im Bereich "working poor" 170.000 Euro eingesetzt und 50 Plätze geschaffen.

Im Handlungsfeld "Beschäftigung und Qualifizierung im regionalen Kontext" beträgt die Auslastung bei den Budgetmitteln 55 Prozent (1.421.520 Euro), bei den Plätzen 84 Prozent (106 Plätze). Darunter fallen u.a. Maßnahmen wie Eingliederungsbeihilfen für Gemeinden und Mindestsicherung für Gemeinden sowie EB für Radwegpflege.

"Arbeitsmarktexperten gehen davon aus, dass sich der positive Trend am Kärntner Arbeitsmarkt auch 2018 fortsetzen wird. Dies geht auch mit der positiven Entwicklung der Kärntner Wirtschaft einher, die zuletzt die zweithöchsten Wachstumsraten in ganz Österreich vorweisen konnte", so Kaiser, der ebenso wie Schaunig betonte: "In Zusammenarbeit mit allen wesentlichen Institutionen der Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik werden wir weiterhin sinnvolle und nachhaltige Maßnahmen setzen, um diese Entwicklung zu unterstützen und anzukurbeln."



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Grollitsch/Stirn