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"Luft-Hunderter" auf Klagenfurter Nordumfahrung wirkt

14.09.2018
Umwelt-Landesrätin Schaar hält zu Tempolimit-Diskussionen fest: "Luft-Hunderter" auf Klagenfurter Nordumfahrung wirkt - EU-Grenzwerte werden unterschritten


Klagenfurt (LPD). Zur Diskussion um die Aufhebung des Tempolimits auf der A2 Süd-Autobahn zwischen Griffen und St. Andrä hält Landesrätin Sara Schaar fest: "Ich habe Verständnis für die Abschaffung des 100ers auf diesem Streckenabschnitt, da er für viele Autofahrerinnen und Autofahrer, die rasch von A nach B gelangen möchten, hinderlich war. Trotzdem bitte ich alle Pkw-Lenkerinnen und Pkw-Lenker, achtsam zu fahren."

Bei der 100er-Beschränkung auf dem drei Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Klagenfurt-Ost und Klagenfurt-Flughafen sei die Sachlage aber eine völlig andere, so Schaar: "Im Gegensatz zum 100er zwischen Griffen und St. Andrä handelt es sich beim 100er auf der Klagenfurter Nordumfahrung um eine Geschwindigkeitsbeschränkung, die nach dem Immissionsschutzgesetz-Luft verordnet wurde", so die Umweltreferentin. "Die Geschwindigkeitsbeschränkung ist eine der wesentlichen Maßnahmen, um die EU-Grenzwerte insbesondere im Bereich der Stickoxide, einhalten zu können. Aktuelle Messergebnisse zeigen, dass die Maßnahme wirkt und der EU-Grenzwert in diesem Bereich auch unterschritten wird", betont Schaar. "Trotzdem handelt es sich nach wie vor um belastetes Gebiet, da die österreichischen Grenzwerte immer wieder überschritten werden. Ziel muss es sein, u.a. durch eine Verbesserung der Fahrzeugtechnologie, auch die österreichischen Grenzwerte einzuhalten und aus der Kategorie belastetes Gebiet herauszukommen."

Schaar weiter: "Fakt ist, dass ein Pkw bei Tempo 100 im Schnitt um 25 Prozent weniger Stickoxide und um 20 Prozent weniger Feinstaub als bei Tempo 130 emittiert, was von unserer Fachabteilung messtechnisch an der Nordumfahrung Klagenfurt auch über mehrere Jahre bestätigt werden konnte."



Rückfragehinweis: Büro LR Schaar
Redaktion: Pinter/Stirn