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Europäische Mobilitätswochen in Kärnten feierlich eröffnet

14.09.2018
LR Zafoschnig: Mobilitätswochen zeigen die vielen vorteilhaften und bedarfsorientierten Angebote des öffentlichen Verkehrs - Land unterstützt Mobilitätswochen und holt innovative Projekte vor den Vorhang


Klagenfurt (LPD). "Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswochen wird die Bedeutung einer sauberen, sicheren, smarten und schnellen Mobilität einmal mehr betont, und das bestehende Angebot im Straßen- sowie dem Schienenverkehr vor den Vorhang geholt. Es gibt zahlreiche innovative und bequeme Alternativen zum Auto, die Zeit und Geld sparen, zur Dekarbonisierung des Verkehrs und zur Erhöhung Lebensqualität der Bevölkerung beitragen ", so der Mobilitätsreferent Ulrich Zafoschnig, heute, Feitag, bei der Auftaktveranstaltung der Europäischen Mobilitätswoche in Klagenfurt.

Unter dem Motto "Mix and Move" werde bei der diesjährigen Europäischen Mobilitätswoche die Multimodalität im Verkehr in den Fokus genommen. "Multimodale Mobilität bedeutet einfach, dass auf einer Strecke verschiedene Verkehrsmittel genutzt werden können. Beispielsweise fährt man mit dem Fahrrad zum Zug und vom Bahnhof mit dem Bus weiter zur Arbeit. Diese First-and-Last-Mile-Garantie ist das Um und Auf dafür, dass Multimodaler Verkehr funktioniert. Diese sehr individuelle Nutzung des Verkehrs wird künftig immer wichtiger, für Einheimische ebenso wie für unsere Gäste, die zunehmend Pkw-los unser Tourismusland bereisen möchten", zeigt Zafoschnig den Stellenwert und die Möglichkeiten der Multimodalität im öffentlichen Verkehr auf. Für diese Form der Mobilität müsse auch die entsprechende Infrastruktur im Land geschaffen werden, "das betrifft Fahrradboxen an den Bahnhöfen, Park&Ride Zonen, kleine Busshuttle als Zubringer vom Bahnhof zum Urlaubsziel oder in den ländlichen Raum", skizziert Zafoschnig die Maßnahmen zur Qualitäts- und Angebotsverbesserung der Mobilität.

Besonders im ländlichen Raum seien die Herausforderungen ohne Auto für die Bevölkerung groß. "Der bedarfsorientierte kleine öffentliche Verkehr, der Mikro-ÖV, bietet viele intelligente Lösungen und attraktive Angebote, in dünn besiedelten Gebieten den öffentlichen Verkehr zu sichern und zu stärken. Entlang der klassischen Verkehrsangebote sorgen Zubringersysteme auf Mikro-ÖV-Basis, wie kleine Busshuttles, für flächendeckende Mobilität. Auch Car-Sharing ist eine gute Alternative aus dem großen Angebot neuer Mobilitätsformen", so Zafoschnig. Vor Ort präsentiert wurde im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche als Erfolgsprojekt für innovative Mobilität der selbstfahrende Elektro-Shuttle-Bus der Firma SURAAA (Smart Urban Austria Alps Adriatic), der Mitte Juni 2018 in Pörtschach den Regelbetrieb aufgenommen hat. "Der vollautomatische Kleinbus ist österreichweit einzigartig und symbolisiert die Zukunft der Mobilität", so Zafoschnig begeistert.

Weiters nehme Kärnten bei der Dekarbonisierung bereits eine Vorreiterrolle ein und habe mit der Elektrifizierung der Gailtalbahn einen bedeutenden Schritt zum dieselfreien Schienenverkehr gesetzt: "Ziel ist es, dass 2023 alle Dieselloks im Nahverkehr am Abstellgleis stehen. Die Dekarbonisierung betrifft jedoch nicht nur den Schiene- sondern auch den Straßenverkehr. Eine nachhaltige Mobilität verbessert auch unsere Lebensqualität, besonders im urbanen Bereich", so Zafoschnig.



Rückfragehinweis: Büro LR Zafoschnig
Redaktion: Hetzel/Stirn
Fotohinweis: Büro LR Zafoschnig