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Kärntner Gesundheitskonferenz: Medizinische Versorgung im Zeitalter einer älter werdenden Gesellschaft

15.09.2018
Die Bevölkerung wird immer älter - Wie reagiert die Medizin? Wie reagiert die Politik? - LHStv.in Prettner lädt zur hochkarätig besetzten Kärntner Gesundheitskonferenz


Klagenfurt (LPD). Die Zahl der über 80-Jährigen wird laut Statistik Austria in Österreich bereits 2020 auf eine halbe Million Menschen steigen. Und sie wird sich bis 2050 auf über eine Million Menschen weiter verdoppeln. In Kärnten sind aktuell mehr als 27 Prozent der Bevölkerung älter als 60 Jahre. 2050 könnten es 40 Prozent sein. "Altersmedizin im Fokus" - das Thema der Kärntner Gesundheitskonferenz, die am 18. September hochkarätig besetzt im Lakesidepark Klagenfurt veranstaltet wird, "ist klug, vorausschauend und notwendigerweise gewählt", betont Gesundheitsreferentin Beate Prettner, und meint weiter: "Warum? Weil Kärnten, weil wir, weil die Menschheit altert. Und weil es unumgänglich ist, auf dieses Älterwerden der Gesellschaft nicht nur zu reagieren, sondern vorausschauend zu agieren."

Wenn man heute über das Alter spreche, würde man das immer öfter unter dem Aspekt des gesunden Altwerdens tun. "Allerdings: Wenn das Altsein Gebrechlichkeit, Hinfälligkeit, Pflegebedürftigkeit, Kranksein bedeutet, muss die Gesellschaft bzw. die Politik die richtigen Antworten, Lösungen, Hilfestellungen haben. Dann nämlich ist nicht mehr der Betroffene verantwortlich, sondern die Gesundheitspolitik", sagt Prettner. "Kärnten nimmt in der Altersmedizin österreichweit eine Vorreiterrolle ein - zum einen mit dem flächendeckenden Ausbau stationärer geriatrischer Versorgung, zum anderen mit dem Modell der so genannten Remobilisation." Dieses Modell soll älteren Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt eine möglichst rasche Reintegration in das gewohnte häusliche Umfeld ermöglichen.

Über diesen Aspekt werden Prim. Dr. Georg Pinter (Abteilungsvorstand Akutgeriatrie/Remobilisation, Klinikum Klagenfurt) und OA Dr. Walter Müller, MSc (Leiter des Departments für Akutgeriatrie/Remobilisation) unter dem provokanten Titel "Medizin für ältere Menschen - Luxus oder Notwendigkeit?" referieren.

Zum Thema "Strukturplanung für eine alternde Gesellschaft" spricht Dr. Wolfgang Habacher (Geschäftsführer EPIG GesmbH Graz). Es handelt sich dabei um jenen Experten, der für das Land Kärnten federführend den Bedarfs- und Entwicklungsplan Pflege erstellt und die Umsorgung vor Ort als Notwendigkeit hervorgestrichen haben.

Unter dem Titel "Das Leben ohne das Gestern" widmet sich Dr. Volker Tomantschger (Facharzt für Neurologie und Psychiatrie) dem Phänomen Demenz mit seinen Auswirkungen für Betroffene und Angehörige.

Die Kärntner Gesundheitskonferenz findet am Dienstag, 18. September mit Beginn um 13 Uhr im Lakeside Spitz in Klagenfurt statt. "Die Konferenz ist Ausdruck dafür, dass Politik, Fachexperten und alle im medizinischen und pflegerischen Berufsumfeld tätigen Personen gemeinsam daran arbeiten, die jeweils besten Antworten auf die vielfältigen Herausforderungen im Gesundheitswesen zu geben", sagt LHStv.in Prettner.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Hafner/Stirn