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Bank Austria Sozialpreis für Patenschaftsprojekt der Kärntner Kinder- und Jugendanwaltschaft

17.09.2018
LHStv.in Beate Prettner: Großartige Anerkennung für Kärntner Integrationsprojekt - Initiative für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge geht gestärkt ins dritte Jahr


Klagenfurt (LPD). Es war im Jahr 2016, als die Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes Kärnten mit jenem Projekt an den Start ging, das in der Zwischenzeit mehr als hundert unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ein stückweit auf ihrem Weg in ein neues Leben begleitet hat - und das jetzt mit dem Bank Austria Sozialpreis 2018 ausgezeichnet wurde. "Der Preis ist eine wunderbare Anerkennung und - insbesondere in einer Zeit, in der integratives Engagement kritisch bis ablehnend hinterfragt wird - eine schöne Bestätigung für unsere Initiative", freut sich Sozialreferentin Beate Prettner.

Das von der Kärntner Kinder- und Jugendanwaltschaft (KiJa) unter Federführung von Astrid Liebhauser und Romana Bürger durchgeführte Projekt sucht Patinnen und Paten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in Kärnten auf die Entscheidung in ihrem Asylverfahren warten. "Um junge Menschen bestmöglich integrieren zu können, brauchen sie Bezugspersonen, die ihnen dabei helfen und vorleben, wie Leben in Österreich gelingen kann", betonen Mag.a Liebhauser und MMag.a Bürger.

Die Erfahrung aus über zwei Jahren habe dem Projektteam gezeigt, dass Kinder und Jugendliche, die eine Patin oder einen Paten haben, sich besser integrieren und deutliche Fortschritte beim Spracherwerb machen. Einige dieser Jugendlichen mit Paten schaffen auch den Übergang in eine BHS oder absolvieren erfolgreich eine Lehre.

Liebhauser erklärt, das Projekt habe bisher durchwegs positive Rückmeldungen von allen Beteiligten erhalten: "Dazu gehören die Einrichtungen, die unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreuen und die Reflexionsgruppenleiter, welche die Paten und Patinnen in regelmäßigen Treffen begleiten."

"Der Sozialpreis 2018 gilt nicht nur der KiJa, sondern auch allen Paten. Denn ohne ihr Zutun, ohne ihr Engagement wäre die Initiative denkunmöglich. Sie sind es, die das Projekt seit 2016 erfolgreich machen. Der Preis soll auch Ansporn sein, unseren Weg weiterzugehen und noch vielen unbegleiteten, minderjährigen Jugendlichen die Chance auf ein gelingendes Leben bei uns zu geben", sagt die Sozialreferentin.

Aktuell befinden sich 49 Kinder in Patenschaften. Wie Liebhauser informiert, gebe es in den Einrichtungen interne Wartelisten für Kinder und Jugendliche. "Die internationale politische Entwicklung der Flüchtlingsproblematik macht es leider für uns als Projektverantwortliche zunehmend schwieriger, neue Paten zu gewinnen", bedauert Liebhauser. Sie appelliert an alle Menschen mit Herz, die sich von diesem Projekt angesprochen fühlen, sich an die KiJA Kärnten zu wenden (Völkermarkter Ring 31, 9020 Klagenfurt, Tel: +43(0)50 536 57132, kostenlos: 0800 22 1708 - kija@ktn.gv.at).

Das Preisgeld soll einerseits für ein Zusammentreffen aller beteiligten Personen, der Paten und Patinnen, ihrer Schützlinge und der MitarbeiterInnen der Einrichtungen verwendet werden, um den interkulturellen und institutionenübergreifenden Austausch zu fördern, andererseits für Workshops und Fortbildungen.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in. Prettner
Redaktion: Grabner/Robitsch