News

LOKAL

Neue Fahrradboxen stärken das Fahrrad- und Tourismusland Kärnten

17.09.2018
LR Zafoschnig: Rad ist beliebtestes individuelles Fortbewegungsmittel - Land und ÖBB verbessern Radinfrastruktur durch diebstahlsichere Radabstellanlagen an Kärntens Bahnhöfen

Klagenfurt (LPD). "Radfahren boomt im Fahrrad- und Tourismusland Kärnten. Derzeit ist das Rad das beliebteste individuelle Fortbewegungsmittel im städtischen und im ländlichen Bereich. Investitionen in die Qualitätsverbesserung und in den Ausbau der Radinfrastruktur sind notwendig, um dem gesteigerten Bedürfnis nachzukommen und Kärnten weiter als Fahrradland zu stärken. In Zusammenarbeit mit den ÖBB errichten wir an Kärntens Bahnhöfen diebstahlsichere und verschließbare Fahrradboxen. Davon werden künftig Einheimische und unsere Gäste im Radtourismus profitieren", so Mobilitätsreferent LR Ulrich Zafoschnig heute, Montag, bei der gemeinsamen Präsentation der neuen Fahrradboxen am Klagenfurter Hauptbahnhof mit Vertretern von ÖBB, BMVIT, Buttazoni GmbH und des Landes Kärnten.

"Durch die berechtigte Sorge, dass Fahrrad könnte gestohlen oder beschädigt werden, nehmen viele das Auto und lassen das Fahrrad zu Hause. Durch die neuen sicheren Fahrradboxen, steht es den Kärntnerinnen und Kärntnern jetzt frei, das Rad zu nehmen, zum Bahnhof zu fahren und von dort weiter mit dem Zug zur Arbeit. Diese Qualitätsverbesserung schafft Komfort für die vielen Pendlerinnen und Pendler", so Zafoschnig.

Eine bessere Radinfrastruktur stärke nicht nur die saubere Mobilität, auch das Tourismusland Kärnten und der Radtourismus profitieren davon. "Für Kärntens Positionierung als Natur-Aktiv Destination ist der Radtourismus wesentlicher Faktor. Gemeinsam mit Landesrat Martin Gruber arbeiten wir an einem Radwegemasterplan, mit dem Ziel Kärntens Radwegenetz und die Radinfrastruktur weiter auszubauen. Die Lückenschlüsse der Radwege in der Lieserschlucht (Baustart 2019), am Südufer des Wörthersees und am Klopeiner See sind dazu entscheidend", so Zafoschnig.

Produziert werden die Fahrradboxen in Kärnten von der heimischen Schlosserei- und Stahlbaufirma Buttazoni aus Feldkirchen. "Nachdem das Interesse und der Bedarf an Fahrradboxen international steigt und schon heute immer mehr Boxen gebaut werden, sind die Anlagen ein innovatives Produkt mit Zukunftspotential, das in Kärnten künftig für Wertschöpfung sorgen und Arbeitsplätze sichern kann. Ich freue mich, dass die Produktion in Kärnten stattfindet", hebt Zafoschnig hervor.

Die sicheren Fahrradanlagen an den wichtigen Verkehrskontenpunkten in Kärnten stärken besonders die multimodale Mobilität, sprich die Inanspruchnahme mehrerer Verkehrsmittel auf einer Strecke. "Ziel ist es, dass Kärntens Mobilität möglichst sicher, sauber, schnell und smart ist. Gerade das Fahrrad eignet sich als individuelles Fortbewegungsmittel besonders gut für eine Kombination mit den Angeboten des öffentlichen Verkehrs. Mit den neuen Radboxen schaffen wir einen weiteren Anreiz, dass das Rad noch mehr genützt wird. Radfahren ist gesünder, schont Ressourcen und senkt die Schadstoffemissionen im Straßenverkehr. Außerdem können die Pendlerinnen und Pendler so dem Straßenverkehr entgehen und entspannt in die Arbeit fahren", so Zafoschnig.


Klubobmann LAbg. Gernot Darmann wies in Vertretung des Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie Norbert Hofer darauf hin, dass das Regierungsprogramm der Bundesregierung unter anderem den Schwerpunkt „nachhaltige Mobilität“ vorsieht. „Das Bekenntnis zum öffentlichen Verkehr und Maßnahmen zur Verbesserung der Bedingungen für das Radfahren sind wesentliche Ziele für ein starkes, öffentlich zugängliches Verkehrsangebot. Im Rahmen der Klima- und Energiestrategie der Bundesregierung bildet das effiziente Verkehrsmittel Fahrrad einen wichtigen Baustein für eine emissionsarme Mobilität der Zukunft“, so Darmann. Er dankte Bundesminister Hofer für Förderzusagen in Höhe von rund 170.000 Euro für die beiden Projekte „ISI Radbox Kärnten“ und „ISI Radbox Kärnten 2“ und wünschte allen Nutzern der neuen Radboxen eine sichere Fahrt.“


"In der Zeit, in der Klimaschutz immer wichtiger wird, durchläuft auch die Mobilität einen Wandel. CO2-neutrale Verkehrssysteme rücken verstärkt in den Vordergrund. Dabei ist die optimale Verknüpfung zwischen Fahrradverkehr und dem Individualverkehr wie Bahn und Bus vorrangig. Unsere Erfolgsmodelle Park&Ride, Bike&Ride und auch Rail and Drive werden auch in Zukunft weiter ausgebaut", so ÖBB-Achsenmanager Karl Hohenberger und stellt weiter fest: "Wir als ÖBB sind eines der größten Klimaschutzunternehmen Österreichs und haben die Aufgabe umweltfreundliche, innovative Mobilität zu gewährleisten und weiterzuentwickeln."

Zwanzig der Fahrradboxen stehen ab heute am Bahnhof Klagenfurt für die Pendlerinnen und Pendler zur Verfügung. In den kommenden Wochen werden an folgenden Bahnhöfen jeweils zehn Fahrradboxen errichtet: in St. Veit, Friesach, Wolfsberg, St. Michael ob Bleiburg, Bleiburg, Pörtschach, Spittal, Hermagor und Althofen. In Villach werden es 14 Stück sein, in Velden wurden bereits sieben Boxen errichtet.

Alle Informationen rund um die Fahrradboxen in Kärnten werden unter www.radbox-kaernten.at angeboten.

Rückfragehinweis: Büro LR Zafoschnig
Redaktion: Hetzel/Böhm
17. September 2018
Nr. 954, 4340 Zeichen