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Spatenstich bei Pflegeheim Wernberg: Zwei Premieren und 40 neue Arbeitsplätze

18.09.2018
LHStv.in Prettner: Umsetzung eines Fünf-Säulen-Sozialprojektes - u. a. erste 24-Stunden- Betreuung für Mutter-Kind-Wohnen in Kärnten und erstes Tagesstätten-Zentrum für Menschen mit Hirnschädigungen im Süden Österreichs


Klagenfurt (LPD). "Das Pflegeheim Wernberg kann künftig vier sozialpolitische Vorzeigeprojekte unter einem Dach vereinen, davon zwei Premieren im Süden Österreichs", gab Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Dienstag, bei der Spatenstichfeier bekannt. Das bestehende Pflegeheim wird zu einer gemischten Einrichtung um- und ausgebaut. Demnach wird am Areal die erste 24-Stunden-Betreung im Bereich Mutter-Kind-Wohnen Kärntens angeboten. "Acht Kleinwohnungen für jeweils eine Frau mit einem Kind bis drei Kindern sind geplant", berichtete die Sozialreferentin. Ein Zuhause werden hier vor allem junge Mütter finden, die mit ihrem (neugeborenen) Kind überfordert sind und kein soziales Netzwerk haben, aber auch von Gewalt bedrohte Frauen werden hier aufgenommen.

Zudem, so Prettner, werde der Neubau das erste Tagesstätten-Zentrum für Menschen mit Hirnschädigungen (z. B. Schädel-Hirn-Trauma, Hirnblutungen und -infarkten, Hirntumoren und postoperative Hirnschädigungen) im Süden Österreichs beherbergen. "Zwölf Tagesstätten-Plätze sind vorgesehen. Ein erster und wichtiger Schritt für die Betroffenen", so die Sozialreferentin. Abgerundet wird die Einrichtung durch zwei Wohnverbünde für je acht Bewohnerinnen und Bewohner mit Beeinträchtigungen sowie fünf bis sieben Wohneinheiten im betreuten Wohnen.

"Mit diesem Vorzeigeprojekt gehen Bauinvestitionen von rund fünf Millionen Euro und in der Folge 40 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze einher", betonte Prettner auch den arbeitsmarktpolitischen Effekt. Tatsächlich hat sich der Sozial- und Gesundheitsbereich in Kärnten zum fünftgrößten Arbeitgeber entwickelt. Zwischen 1997 und 2017 stieg in diesem Sektor die Zahl der Beschäftigten um rund 18 Prozent - Tendenz weiter steigend. "Vor allem aber wird kaum einem anderen Sektor derart großes Wachstum konstatiert wie diesen beiden Bereichen. Auch die pflegetechnischen Entwicklungen in diesen Bereichen schreiten sehr rasch voran - deshalb heißt es, nicht nur am Ball zu bleiben, sondern vorausschauende Schritte zu setzen", sagte Prettner. Als Sozialreferentin freut sie sich, dass gemeinsam mit dem SHV dieses vorbildliche Projekt umgesetzt werden könne. "Es wird vielen Menschen das schwere, das herausfordernde Leben erleichtern."

"Zusammen mit dem bereits bestehenden Seniorenheim sind es fünf Sozialeinrichtungen, die hier in Wernberg unter einem Dach vereint werden. Das ist sozialpolitische Zukunft", betonten SHV-Geschäftsführer Bernd Riepan und SHV-Vorsitzender für Villach-Land, Hermann Moser. "Es erfüllt mich mit Stolz, dass Wernberg Vorreiter sein kann - ein Meilenstein", so Bürgermeister Franz Zwölbar.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Böhm