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Kärnten startet erstes Bachelorstudium für Elementarpädagogik

18.09.2018
LH Kaiser - Damit erhöhen wir die Qualität in der frühkindlichen Bildung und setzen den nächsten Schritt zur kinderfreundlichsten Region Europas - Verhandlungserfolg 15a-Vereinbarung: Kärnten erhält 22 Mio. Euro vom Bund für Kinderbetreuung


Klagenfurt (LPD). Morgen, Mittwoch, startet erstmals in Österreich ein neues akademisches Angebot für die Elementarpädagogik an der Viktor Frankl Hochschule (Pädak) in Klagenfurt. Über 60 Studentinnen beginnen berufsbegleitend mit dem Bachelorstudium Elementarpädagogik, das auf drei Jahre angelegt ist.

Für Landeshauptmann Peter Kaiser ein weiterer Schritt nach dem schon laufenden Kinderstipendium, um Kärnten zur kinderfreundlichsten Region Europas zu machen. "Alles, was wir in die Elementarpädagogik investieren, hat einen x-fachen Wert für die gesamte Gesellschaft. Und alle, die mit dem wichtigsten Gut unserer Gesellschaft, unseren Kindern, arbeiten, tragen eine hohe Verantwortung. Mit diesem Studium und der erhöhten Qualifizierung für alle, die Verantwortung tragen, werten wir die Elementarpädagogik auf", betonte Kaiser heute, Dienstag, in einer Pressekonferenz. Das Ziel, Fortsetzungsstudien, wie ein Masterstudium an der Uni Graz, absolvieren zu können, sei laut Kaiser in der Vorbereitung auf das Bachelorstudium auch erreicht worden.

"Wenn wir Kärnten zur kinderfreundlichsten Region machen wollen, gehört selbstverständlich die Aufwertung der Ausbildung in der Elementarpädagogik dazu. Mit dem Kinderstipendium erreichen wir, dass jedes Kind gleich viel Wert ist und eine Betreuungseinrichtung besuchen kann. Dazu gehört dann auch das bestens qualifizierte Personal", hielt Kaiser fest.

Morgen, Mittwoch, werde der Ministerrat auch die 15a-Vereinbarung des Bundes mit den Ländern in Bezug auf die Kinderbetreuung beschließen. "Wir haben letzten Mittwoch einen Durchbruch erringen können und der akkordierte Entwurf für die Bundesmittel geht morgen in den Ministerrat. Für Kärnten bedeutet die Einigung in Summe rund 22 Millionen Euro an Bundesmittel für die Kinderbetreuung bis 2023, davon rund 8,5 Millionen allein für den Bereich der Kindergärten", wies Kaiser hin. Entsprechend der Vereinbarung mit dem Bund werde die frühe sprachliche Förderung unterstützt, sind die institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen gesichert und ist die Kostenaufteilung zum verpflichtenden Kindergartenjahr geregelt.

Alles Voraussetzungen, die die Elementarpädagogik als solche stärken, ebenso wie das neue Bachelorstudium. Die Rektorin der Viktor Frankl Hochschule, Marlies Krainz-Dürr, betonte, dass das Bachelorstudium Elementarpädagogik als Ausbildungsmöglichkeit erstmals in Österreich angeboten werde. "Die Akademisierung der Ausbildung ist auch eine Anerkennung der Leistung eines ganzen Berufsstandes, und ein Gewinn für unsere Kinder und damit die gesamte Gesellschaft!", so Krainz-Dürr.

Angesprochen sind mit dem Bachelorstudium ausgebildete Kindergärtnerinnen und -pädagogen, die eine Leitungsfunktion ausüben, Interesse an einer Leitungsfunktion haben und eine vierjährige Berufspraxis vorweisen können.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LPD Kärnten/Fritz