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Frauenreferentinnen-Konferenz der Länder: Neues Arbeitszeitgesetz darf nicht zulasten der Frauen gehen

19.09.2018

LR Schaar und Frauenbeauftragte Gabriel bei Konferenz in Salzburg - Arbeitszeitflexibilisierung mit befürchteten Auswirkungen auf Frauen, die Absicherung der Frauen-Beratungsstellen und die Einkommenstransparenz standen im Fokus



Klagenfurt (LPD). Großes Thema bei der Frauenreferentinnen-Konferenz der Bundesländer in Salzburg heute, Mittwoch, war die Flexibilisierung der Arbeitszeitgesetze mit den zu erwartenden negativen Auswirkungen auf das Berufs- und Privatleben von Frauen.

"Die Anhebung der regulären Grenzen der Gesamtarbeitszeit auf zwölf Stunden täglich bzw. 60 Stunden wöchentlich stellt Frauen und Mütter vor große Probleme, solange die notwendigen Rahmenbedingungen nicht stimmen", betonte Frauenreferentin LR Sara Schaar. Sie nahm mit der neuen Frauenbeauftragten des Landes Kärntens, Martina Gabriel, an der Konferenz teil.

"Es ist zu befürchten, dass sich die Arbeitszeitflexibilisierung auch negativ auf die Frauenerwerbsquote auswirkt", so Schaar. Mit einem einstimmigen Beschluss wurde die zuständige Bundesministerin dazu aufgefordert, Maßnahmen zu entwickeln bzw. die Rahmenbedingungen zu verbessern, damit die Flexibilisierung der Arbeitszeitgesetze nicht überwiegend zu Lasten der Frauen geht.

Ein weiteres zentrales Thema der Konferenz war die langfristige Absicherung der Frauen- und Mädchenberatungsstellen. "Die Beratungsstellen müssen budgetär abgesichert werden. Der Bedarf an Beratungen steigt kontinuierlich an", betonte Schaar.

Die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern, der so genannte "Gender Pay Gap", wird nächstes Jahr zum Schwerpunkt der Landesfrauenreferentinnen. "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist ein Dauerbrenner und wir müssen bei diesem Thema endlich weiterkommen", stellte Schaar fest. Nächstes Jahr wird die Landesreferentinnen-Konferenz von Kärnten ausgerichtet.



Rückfragehinweis: Büro LR Schaar
Redaktion: Pinter/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Schaar