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EU-Ratsvorsitz: Kärnten organisiert eigenständig Konferenzen

24.09.2018
Kaiser: Hochrangige Konferenz vom Ausschuss der Regionen in Klagenfurt fixiert - Bürgerdialog mit EU-Digitalisierungs-Kommissarin Gabriel geplant


Klagenfurt (LPD). Nachdem das Bundesland Kärnten im Rahmen des österreichischen EU-Ratsvorsitzes seitens der Bundesregierung nicht als Austragungsort für entsprechende Veranstaltungen und Konferenzen berücksichtigt wurde, hat sich Österreichs südlichstes Bundesland in Eigenregie darum gekümmert - "mit Erfolg", wie Landeshauptmann Peter Kaiser, heute Montag, bekannt gibt. "Neben einer bereits fixierten, hochkarätig besetzten Konferenz des Ausschusses der Regionen (AdR) am 09. November im Lakeside Park in Klagenfurt, sind wir auch dabei, einen Bürgerdialog mit EU-Digitalkommissarin Mariya Gabriel zu organisieren, die anlässlich einer von Infineon organisierten Veranstaltung ebenfalls nach Kärnten kommt", so Kaiser.

"Kärnten hat sich als eine Region im Herzen Europas vor allem in den letzten Jahren durch gemeinsame grenzüberschreitende Erfolgsprojekte und durch Europa-politisches Engagement auch in Brüssel einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Brüssel, viele europäische Staaten und Regionen sind auf Kärnten und seine Weiterentwicklung im Alpe Adria Raum aufmerksam geworden, man spricht in positiven Tönen über uns", verdeutlicht Kaiser. Daher sei es ihm wichtig gewesen, gemeinsam mit dem von Martina Rattinger geleiteten Kärntner Verbindungsbüro in Brüssel, sich darum zu bemühen, in der Zeit des österreichischen EU-Ratsvorsitzes, Kärnten im Rahmen einer selbst organisierten Veranstaltung zu präsentieren.

Es freue ihn als ständiges und aktives Mitglied im AdR für Kärnten besonders, dass es gelungen ist, eine hochkarätig besetzte AdR-Konferenz unter der Leitung von AdR-Präsident Karl-Heimz Lambertz zu gewinnen. Thema der am 09. November im Lakeside Park in Klagenfurt stattfindenden Konferenz: "Territorialer Zusammenhalt in Europa nach 2020 im Klartext: die territoriale Dimension der EU-Kohäsionspolitik und die Herausforderungen in den städtischen und ländlichen Gebieten". Gerade für Kärnten sei das Thema der gemeinsamen wirtschaftlichen Weiterentwicklung von Regionen von besonderer Bedeutung. "Daher ist auch alles zu tun, damit die dafür vorgesehenen EU-Finanzmittel und Fördertöpfe weiter und ohne grobe Einschnitte im Rahmen des kommenden mehrjährigen Finanzrahmens zur Verfügung stehen", betont Kaiser. Er verweist darauf, dass zwischen 2014 und 2020 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) rund 81 Millionen Euro in Kärntner und in grenzüberschreitende Projekte mit Kärntner Beteiligung geflossen sein werden. Beispielsweise in die Internationalisierung exportwilliger KMUs, die grenzüberschreitende Entwicklung wichtiger Technologien für die Digitalisierung und den Übergang auf eine CO2-arme Wirtschaft. "Damit sind direkt und indirekt tausende Arbeitsplätze verbunden", macht Kaiser deutlich.

Zur Konferenz eingeladen wurden unter anderen EU-Regionalkommissarin Corina Cretu, der Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien Oliver Paasch, Ilona Raugze, Direktorin der ESPON (European Territorial Observatory Network) sowie Mitglieder des Europaparlaments aus unterschiedlichen europäischen Ländern.

Nach dieser Konferenz findet am darauffolgenden Tag (10. November) ein Termin mit Vertretern der EU und der Bundesregierung zum 1,6 Milliarden-Investment von Infineon in Villach statt. "Im Vorfeld versuchen wir noch mit der an dieser Veranstaltung teilnehmenden EU-Digitalkommissarin Mariya Gabriel ein Zusammentreffen mit den Mitgliedern der Kärntner Landesregierung sowie einen Bürgerdialog zu fixieren", so Kaiser.

In jedem Fall werde sich Kärnten auch im Rahmen dieser selbst organisierten Termine, von der besten und fortschrittlichsten Seite zeigen. "Wir nutzen jede Chance und bemühen uns, um Kärnten als lebenswerten Mittelpunkt für Unternehmen, Industrie und Familien zu präsentieren", so Kaiser abschließend.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Stirn