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Regierungssitzung 2: Zentralraumtrasse - Land pocht auf zügige Umsetzung

25.09.2018
LR Zafoschnig und LR Gruber: Starker Schulterschluss des Landes für 200.000 Betroffene im Zentralraum - Lärmschutzmaßnahmen und Planungsarbeiten für Kärntner Zentralraum auf Schiene gebracht


Klagenfurt (LPD). "Kärntens Anbindung an den Baltisch-Adriatischen-Korridor und der Ausbau der Koralmbahn werden künftig eine europaweite Erschließungsfunktion haben. Das betrifft auch den Kärntner Zentralraum", so der Verkehrsreferent des Landes Kärnten, Ulrich Zafoschnig und Landesrat Martin Gruber, heute, Dienstag, im Anschluss an die Sitzung der Kärntner Landesregierung. "Wir müssen schon jetzt kurz- und mittelfristige Lärmschutzmaßnahmen auf Schiene bringen, die für die Betroffenen einen verbesserten Lärmschutz sicherstellen. Bedenke man die langfristigen Planungs- und Genehmigungszeiträume für Schieneninfrastruktur, sei es höchste Eisenbahn, die Planungsarbeiten für die W2-Zentralraumtrasse und die Lärmschutzmaßnahmen für die Anrainer wieder aufzunehmen. "Immerhin geht es hier um ein sensibles Wirtschafts-, Tourismus- und Erholungsgebiet mit rund 200.000 Einwohnern und betroffene Tourismusunternehmen", streicht Zafoschnig hervor und weist auf die anstehende Lärmschutzkonferenz am 19. Oktober 2018 in Pörtschach hin. "Zu dieser Konferenz sind neben vielen Fachexperten, die den aktuellen Stand der technischen Möglichkeiten präsentieren, auch alle Betroffenen eingeladen", kündigt Zafoschnig an.

Der heute einstimmig gefasste Beschluss über die Wiederaufnahme der Planungsarbeiten zeige, dass das Land Kärnten mit einem breiten Schulterschluss für eine Lösung im Sinne der Bevölkerung mit Nachdruck arbeite. "Mit einem bereits 2017 unterschriebenen Memorandum of Understanding haben wir die gemeinsame Grundlage geschaffen, jetzt müssen wir Tempo in die Sache bringen, um das Vereinbarte gemeinsam mit dem BMVIT und den ÖBB umzusetzen", so Gruber. "Wir haben daher heute den Start der Planungsstudie mit Beginn 2019 auf Schiene gebracht."

Verkehrslandesrat Zafoschnig weist darauf hin, dass das Land Kärnten sich weiterhin zur favorisierten W2-Trasse bekennt. "Für diese gibt es ein gemeinsames Bekenntnis aller Landtagsparteien, der Gemeinden und von 52 Bürgerinitiativen", berichtet Zafoschnig über die bisherigen Bemühungen von Seiten des Landes. Die Bestandsstrecke des Personenverkehrs entlang des Wörthersees solle dabei auf Wunsch der Gemeinden in jedem Fall weiter bestehen bleiben.

Mit Beginn 2020 sollen die Planungsarbeiten abgeschlossen sein, deren Ergebnisse im Rahmen einer weiteren Wörthersee-Konferenz mit den Betroffenen diskutiert werden sollen. "Ziel ist es, auf einer fundierten Basis in die Detailplanungen starten zu können. Ohne die Einbindung aller Betroffenen wird es keine Trassenplanung geben", so Zafoschnig. "All die bisherigen Bemühungen von Seiten des Landes zielen darauf ab, rechtzeitig die notwenige Infrastruktur zu schaffen, und die Anrainer vor dem Lärm zu schützen", so Zafoschnig. Für Landesrat Gruber habe vor allem die Aufnahme der Zentralraumtrasse in den Rahmenplan der ÖBB zentralen Stellenwert. "Denn nur damit stellen wir für Kärnten sicher, dass ein solches langfristiges Projekt im Sinne der Kärntner Bevölkerung auch realisiert werden kann."


Rückfragehinweis: Büro LR Zafoschnig, Büro LR Gruber
Redaktion: Hetzel/Stirn