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LH Kaiser gratuliert Florjan Lipuš zum Großen Österreichischen Staatspreis

01.10.2018
Landeshauptmann bei Verleihung im Bundeskanzleramt: Kultur hat auch gesellschaftspolitische Aufgabe und ist Wegbereiter für ein Leben in Humanität


Klagenfurt (LPD). Der Kärntner Autor Florjan Lipuš wurde heute, Montag, mit dem Großen Österreichischen Staatspreis 2018 ausgezeichnet. Die höchste Kulturauszeichnung der Republik, dotiert mit 30.000 Euro, wurde dem in seiner Muttersprache Slowenisch Schreibenden von Kulturminister Gernot Blümel im Bundeskanzleramt übergeben. Dabei anwesend war auch Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, der Lipuš herzlich gratulierte. Ebenfalls unter den Anwesenden: Laudator Josef Winkler - er zitierte u.a. aus Lipuš‘ Roman "Bostjans Flug" -, Schriftsteller Peter Handke, Spitzendiplomat Valentin Inzko, der slowenische Kulturminister Dejan Prešiček, Burgtheater-Direktorin Karin Bergmann, ÖNB-Generaldirektorin Johanna Rachinger sowie die früheren Kulturminister Josef Ostermayer und Thomas Drozda.

"Florjan Lipuš ist einer der wichtigsten Vertretern slowenischer Gegenwartsliteratur. Seine Prosa und Romane zeichnen sich durch ein hohes Maß an ästhetischer und sprachlicher Innovation aus. Seine literarische Leistung ist Beweis dafür, dass die Kultur in Kärnten lebt und imstande ist, weit über die Grenzen des Landes hinaus Akzente zu setzen", betonte der Landeshauptmann. Und er hob hervor, dass Kultur auch eine gesellschaftspolitische Aufgabe habe und Wegbereiter für ein Leben in Humanität sei.

Lipuš wurde am 4. Mai 1937 in Lobnig/Lobnik bei Eisenkappel/Železna Kapla geboren. Von 1960 bis 1998 war er als Volksschullehrer und -direktor tätig. Zugleich war er von 1960 bis 1980 Herausgeber der kärntner-slowenischen Literaturzeitschrift "Mladje" und veröffentlichte zahlreiche Erzählungen, Romane und Essays. Zu Lipuš bekanntesten Werken zählen "Der Zögling Tjaz", "Die Beseitigung meines Dorfes", "Die Verweigerung der Wehmut" und "Herzflecken" sowie der im Suhrkamp Verlag erschienene Roman "Bostjans Flug" in deutscher Übersetzung. Für diesen 2003 erschienenen Roman wurde Lipuš 2004 mit dem France-Prešeren-Preis und 2011 mit dem Petrarca-Preis ausgezeichnet. 2005 erhielt er den Österreichischen Würdigungspreis für Literatur, 2013 den mit 14.500 Euro dotierten Franz-Nabl-Preis der Stadt Graz.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: Andy Wenzel/BKA