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Ein Wald im Wörtherseestadion

06.10.2018
LH Kaiser bei Eröffnung der "Villa for Forest" - Wald im Stadion wird Österreichs größtes Kunstprojekt im öffentlichen Raum


Klagenfurt (LPD). Mit der "Villa for Forest" am Klagenfurter Viktringer Ring wird das bisher größte in Österreich geplante Kunstprojekt im öffentlichen Raum vorgestellt. Um das Projekt bereits im Vorfeld der Öffentlichkeit präsentieren zu können, wurde die "Villa for Forest" gestern, Freitag, im Beisein von Landeshauptmann und Kulturreferent Peter Kaiser eröffnet. Sie beherbergt einerseits die Büroräumlichkeiten des Projekts, andererseits zahlreiche Informationen über die Großinstallation im Wörtherseestadion, die am 9. September 2019 starten soll.

Für Landeshauptmann Peter Kaiser wird der Tag der Projekteröffnung jedenfalls ein spannender Tag. "Kunst im öffentlichen Raum provoziert immer Polarisierung und fordert zur Diskussion auf. Da und dort hört man immer wieder Kritik an diesem Projekt und es freut mich, dass auch über die Sinnhaftigkeit von Kunst diskutiert wird", so Kaiser. Der Stadionwald sei für ihn eine großartige Nutzung temporärer Natur und ein faszinierendes Projekt - Vergleiche mit dem weltberühmten Künstler Christo würden gewisse Affinitäten beweisen, erklärte der Landeshauptmann. Was von dem Projekt bleiben werde, sei jedenfalls die Erinnerung an die Kunst. "Zur Weiterentwicklung der Gesellschaft gehört Debatte", so der Landeshauptmann.

Klagenfurts Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz sieht in Littmanns Projekt eine große Chance für Klagenfurt, sich der internationalen Öffentlichkeit auf eine andere Art und Weise wie bisher zu präsentieren.

Für Projektinitiator Klaus Littmann ist "For Forest - Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur" eine "temporäre Kunstintervention". Dabei soll ein authentischer Mischwald aus 200 Bäumen vom Wörtherseestadion Besitz ergreifen. Ausgangspunkt der Kunstinstallation ist eine Zeichnung des Wiener Künstlers Max Peintner aus 1971. Littmann betonte in seiner Eröffnungsrede, der Fußball fasziniere ihn als Kulturphänomen. Das Klagenfurter Stadion beeindrucke ihn jedes Mal aufs Neue und die Kunstinstallation sei ein Beitrag zur multifunktionalen Nutzung. Er habe auf seinem bisherigen Weg spannende und interessante Persönlichkeiten kennen und schätzen gelernt und bedankte sich bei allen Mitstreitern und Unterstützern für die gute und fruchtbare Zusammenarbeit. Es gebe keine Zweifel daran, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Littmann betonte zudem, dass - aller Kritik zum Trotz - kein Steuergeld für die Kunstinstallation aufgewendet werde. Die Kulturinstitutionen der Stadt würden sich ebenso an dem Großprojekt beteiligen und dieses mit eigenen Initiativen bereichern. Die "Villa for Forest" werde jedenfalls für Veranstaltungen genutzt werden und im Sinne des Projekts ein lebendiges Haus sein, so Littmann.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Fabian Rauber
Fotohinweis: Büro LH Kaiser/Bauer