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Kärntner Museen sind bedeutender Wirtschaftsfaktor

06.10.2018
LH Kaiser: Studie zur Lage der österreichischen Museen zeigt hohe gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz der Kulturinstitutionen auf - Wertschöpfung von Kärntner Museen beträgt 2018 rund 12 Mio. Euro - Rund 550.000 Besucher pro Jahr in Kärntens Museen


Klagenfurt (LPD). Unter Mitarbeit aller Kulturabteilungen der österreichischen Bundesländer sowie dem Bundeskanzleramt wurde vor Kurzem die Studie "Zur Lage der österreichischen Museen - eine Bestandsaufnahme" erarbeitet und publiziert.

"Mit einer Wertschöpfung von rund 12 Millionen Euro im Jahr 2018 haben die Kärntner Kulturinstitutionen nicht nur einen großen gesellschaftlichen Wert, sie sind zudem ein ernsthafter und nicht zu vernachlässigender Wirtschaftsfaktor", erklärt Landeshauptmann und Kulturreferent Peter Kaiser angesichts der Studienergebnisse und passend zur heutigen Langen Nacht der Museen.

Rund 550.000 Besucherinnen und Besucher zählen die Kärntner Museen pro Jahr. Zu den besucherstärksten musealen Einrichtungen zählen unter anderem das Granatium in Radenthein mit über 30.000 Besuchern, das Kärntner Freilichtmuseum in Maria Saal, das Museum Moderner Kunst Kärnten und das Museum für Volkskultur im Schloss Porcia in Spittal an der Drau mit über 18.000 bzw. 16.000 Besuchern.

Die Wirkungsanalyse komme zu dem Schluss, dass Museen sowohl eine große wirtschaftliche als auch eine wichtige sozio-kulturelle Rolle in der österreichischen Volkswirtschaft einnehmen. Museen seien sowohl für die Tourismuswirtschaft als auch für Industrie- und Gewerbebetriebe bedeutende Standortfaktoren, haben einen großen Anteil an der Kultur- und Kreativwirtschaft und tragen durch ihr Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm zur Erhöhung der Lebensqualität einer Region bei, so der Landeshauptmann. Darüber hinaus stärken Museen den sozialen Zusammenhalt und sind die Visitenkarte einer Region. Museen gelten auch als Publikumsmagneten: Im Untersuchungsjahr 2016 besuchten über 18,2 Mio. Besucherinnen und Besucher die österreichischen Museen, davon besuchten 5,3 Mio. die Bundesmuseen, 2,6 Mio. die Landesmuseen und 2,5 Mio. die Regionalmuseen.

Für Kaiser bestätigen die Studienergebnisse das Ansinnen der Kärntner Landesregierung, der Kunst und Kultur in der aktuellen Legislaturperiode und darüber hinaus einen hohen Stellenwert zu geben. "Kärnten bekennt sich mit dem aktuellen Regierungsprogramm dazu, die Kulturvielfalt und das Kulturreichtum zu erhalten und zu fördern. Sowohl das traditionelle Brauchtum als auch das zeitgenössische Kulturschaffen sind wichtig und werden entsprechend unterstützt. Die Kärntner Museen decken mit ihren Inhalten ein breites Spektrum ab und erfreuen sich sowohl bei Einheimischen als auch bei unseren Gästen großer Beliebtheit", so der Landeshauptmann.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Fabian Rauber