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Alpe Adria Demenzkongress eröffnet

11.10.2018
LH Kaiser und LHStv.in Prettner bemüht um Enttabuisierung - Land unterstützt Erkrankte und Angehörige


Klagenfurt (LPD). Der 1. Alpe Adria Demenzkongress geht von heute, Donnerstag, bis morgen, Freitag, im Casineum in Velden über die Bühne. Ärzte, Mitarbeitende und Verantwortliche aus Altenhilfe und der Pflege, Vertreter der Kostenträger sowie Menschen mit Demenz und ihre Angehörige erfahren im Rahmen der elf Vorträge und vier Workshops mit hochkarätigen Referenten nicht nur neueste wissenschaftliche Erkenntnisse sondern auch wertvolles Wissen im Umgang mit der Demenz. Landeshauptmann Peter Kaiser, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner und Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk begrüßten im Rahmen der offiziellen Eröffnung die Teilnehmenden ganz herzlich.

"Es ist wichtig, dass wir die Demenz thematisieren", betonte Kaiser. "Schon alleine deswegen, damit wir das, was wir in den letzten Jahren dazugewonnen haben, nämlich mehr Lebenszeit, auch in gebührender Würde nutzen können", so der Landeshauptmann. Die zunehmenden Fälle von Demenz seien der demographischen Entwicklung geschuldet und es sei Aufgabe aller Verantwortlichen, der Gesellschaft den selbstverständlichen Umgang damit zu lehren. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung sei der Alpe Adria Demenzkongress, der noch dazu deutlich mache, dass es sich bei der Demenz keineswegs um ein regionales Problem sondern viel mehr um eines der heutigen Zeit handle.

Der Umgang mit Demenz liegt auch Prettner besonders am Herzen. "Es ist uns gelungen, das Thema zu enttabuisieren", freute sie sich auf der Bühne über die positive Entwicklung der vergangenen Jahre. "Demenz ist ein Thema, das nicht nur die Erkrankten sondern natürlich auch deren Angehörige schwer belastet. Das wichtigste was wir daher tun können, ist mit den nötigen Informationen zur Seite zu stehen", betonte Prettner. Die Entlastung der pflegenden Familienmitglieder sei ihr daher auch ein besonderes Anliegen.

Als Bürgermeister der ersten österreichischen Gemeinde in der gerade ein Demenzkompetenzzentrum entsteht, freute sich Vouk besonders darüber, dass das Casineum auch Austragungsort des Kongresses geworden ist: "Wir haben schon viel erreicht, sind mit Völkermarkt gemeinsam Modellregion für Inklusion. Wir werden uns auch weiter dafür einsetzen, dass der Umgang mit Demenz zunehmend zur Normalität wird."



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner