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Landesleistungszentrum Kanusport feiert 20jähriges Jubiläum

13.10.2018
LH Kaiser verleiht Kärntner Lorbeer in Gold an Kanu-Legende Prof. Steindl - Landesleistungszentrum wurde durch Steindl zum österreichweiten Vorzeigemodell - Ehrenamt sichert Vereinsleben und sportliche Erfolge


Klagenfurt (LPD). Das Landesleistungszentrum Kanu wurde vor 20 Jahren unter LHStv. a. D. Michael Ausserwinkler, STR Dieter Jandl und Stefan Genser mit Unterstützung des Landes und der Stadt Klagenfurt gegründet und wurde durch den sportlichen Leiter, Helmar Steindl, zu einem österreichweiten Vorzeigemodell. Grund genug, gestern, Freitag, nicht nur das 20jährige Jubiläum gebührend zu feiern, sondern für LH Peter Kaiser, Prof. Steindl den Kärntner Lorbeer in Gold mit Brillanten für seine 55jährige Tätigkeit zu verleihen.

"Wir zeichnen heute Helmar Steindl mit dem sehr selten ausgestellten Ehrenzeichen des Landes aus, weil der Kanu-Sport in Kärnten untrennbar mit ihm verbunden ist. In 55 Jahren Tätigkeit war er aktiver Kanu-Sportler, Funktionär und Trainer. Er war und ist der Motor und hat aus dem Kanu-Sport eine Vorzeige-Disziplin gemacht", sagte Kaiser in seiner Ansprache im Spiegelsaal. Mit der Feier zum 20jährigen Jubiläum des Landesleistungszentrums für den Kanu-Sport wolle man der Sportart auch die Würde zu Teil werden lassen, die sie verdient. Denn die Kärntner Kanuten und Kajakfahrer können über Jahre hindurch internationale Erfolge vorweisen. Die permanente Entwicklung des Sports sei jedoch hauptsächlich durch Helmar Steindl möglich gewesen. "Es ist hier eine Sportfamilie entstanden, die von einem einzigartigen Zusammenhalt geprägt ist. Fleiß und Intensität haben aus Kärnten heraus viele Erfolge bewirkt", so Kaiser.

Steindl brachte bei der Gründung die Sportler-, Trainier-Erfahrung mit und konnte auf seine sportwissenschaftliche Ausbildung an der Uni Innsbruck zurückgreifen. Mit Sportlern wie Herwig Natmessnig, Harald Hudetz, Leopold Fuchs und Gerhard Schmid, war das Kärntner LLZ schon in früheren Jahren federführend im Sommersport in Österreich. Steindl wurde auch von der Österreichischen Bundessportorganisation (BSO) für die Organisation, Planung und Errichtung der Wildwasserstrecke zum "Funktionär des Jahres" gewählt und wurde nach den Jugendolympischen Spielen in Nanjing 2014 zu Österreichs Trainer des Jahres gekürt, wo er auch als "Talenteschmied" bezeichnet wurde.
ASKÖ-Präsident Anton Leikam erklärte dazu und zur Verleihung des Kärntner Lorbeer: "Helmar Steindl hat die höchste sportliche Ehrung verdient!" Kurt Steiner vom ASVÖ unterstrich die Leistungen Steindls und erklärte, dass er zur Wahl zum Trainer des Jahres die Stimmen von allen Dachverbänden bekommen habe. "Da gab es keine Grenzen, da haben alle zusammengeholfen", so Steiner.

Steindl hat das Team im Leistungszentrum ständig vergrößert und die Sportler brachten weitere Erfolge nach Hause. Er hat auch alle Kärntner Nationalteam-Sportlerinnen und Sportler im Landesleistungszentrum trainiert. Von insgesamt neun österreichischen Kaderathleten im Kanu-Slalom kommen sieben aus Kärnten. Damit hält das südlichste Bundesland klar den größten Anteil im Bundesländervergleich.

Lisa Leitner konnte beispielsweise WM-Silber holen, Nadine Weratschnig wurde bei der EM Dritte und holte bei der U23-WM Gold. Silber ging bei dieser WM an Lisa und Mario Leitner, der auch U23-Europameister wurde. Felix Oschmautz ist Junioren-Weltmeister. Sie alle bereiten sich jetzt schon auf die Olympischen Spiele in Tokio 2020 vor. "Ein Leistungszentrum hängt nur ab von der Qualität der Sportler und unser Leistungszentrum in Kärnten ist deshalb so gut, weil schon die erste Generation der Sportler nach der Gründung so erfolgreich war", bilanzierte Steindl selbst. Er dankte allen Anwesenden, der Politik, den Funktionären und Sportlern, "die alle geholfen haben, den Kanu-Sport erfolgreich zu machen". Sein besonderer Dank galt seiner Frau.

Steindl sieht die Zukunft für den Kärntner Kanu-Sport in einer verstärkten Nachwuchsarbeit. Grundlage dafür sei das Olympiazentrum in Klagenfurt. Das Leistungszentrum sollte ein Schwerpunkt des Olympiazentrums werden, so sein Wunsch.

Der Öst. Kanu-Verband gehört zu den erfolgreichsten Sommersport-Verbänden des Landes, der Kanu-Sport in Summe hat eine besondere Tradition in Österreich. Der Kanu-Verband Kärnten besteht aus vier Vereinen: dem Kajak-Verein Klagenfurt, dem ASKÖ SGS Spittal, dem Kanuclub Glanegg und dem Verein Wildwasser Mölltal.

Unter den Besuchern der 20Jahr-Feier im Spiegelsaal der Landesregierung waren LHStv. a. D. Michael Ausserwinkler, Klagenfurts Vize-Bgm. Jürgen Pfeiler, der Steindl auch im Namen der Stadt für seinen Idealismus und seine Leidenschaft für den Kanu-Sport dankte, Landessportdirektor Arno Arthofer, der Geschäftsführer des ASKÖ, Günther Leikam, sowie Stiftspfarrer Christian Stromberger, selbst ehemals aktiver Kanu-Sportler.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LPD/Walter Fritz