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Wachstumsmarkt Erneuerbare Energien - eine Chance für Kärntner Know-how eröffnet sich in Kasachstan

17.10.2018
LHStv.in Schaunig: Kärntner Unternehmen unterstützen Kasachstan bei der Errichtung eines Nationalen Sonnenenergiezentrums in der Region Turkestan


Klagenfurt (LPD). Im Gebiet Turkestan, am Rande der kasachischen Steppe, werden zwischen 2.800 und 3.000 Stunden direkte Sonnenstrahlung pro Jahr gemessen, was 1300-1800 kWh / m2 entspricht - dennoch ist Kohle noch immer der größte Energieträger Kasachstans. Das landeseigene, riesige Potential an Solar- und Windressourcen wird noch nicht entsprechend genutzt. Die kasachische Regierung verfolgt aber das ehrgeizige Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien von heute rund einem Prozent, auf drei Prozent im Jahr 2020 sowie bis 2050 auf 50 Prozent zu steigern. Das soll einerseits durch die Ausnützung der vorhandenen klimatischen Bedingungen andererseits durch Entwicklung einer "neuen Wirtschaft", inklusive lokaler High-Tech-Produkte, erfolgen. Zu Umsetzung dieser Ziele benötigt es aber auch international anerkannte Erfahrung und Know-how - es benötigt Wissen und Kompetenz aus Kärnten.

Bereits vergangenes Jahr wurde, unter Federführung von LH Peter Kaiser, während der EXPO 2017 im kasachischen Astana, eine Kooperation zwischen Kärnten und Kasachstan beschlossen - vor allem in den Bereichen Bildung/Ausbildung, Energie, Wirtschaft und Kultur. Gestern, Dienstag, besuchte eine Delegation des kasachischen Ministeriums für Energie das Solarzentrum St. Veit sowie die Firmen GREENoneTEC und KIOTO SOLAR. Hintergrund des Besuches ist die angestrebte Kooperation dieser und weiterer Unternehmen (MySolar, PV Invest und Bonergo zusammengefasst im Firmenkonsortium von Austria Consult) mit der kasachischen Regierung, bei der Errichtung des Sonnenenergiezentrums in Turkestan.

"Eine Reihe von österreichischen Unternehmen ist bereits in Kasachstan im Energiesektor erfolgreich. Ob bei der Modernisierung von Kraftwerken, der Ausstattung des Hauptgebäudes der Weltausstellung in Astana mit Photovoltaik-Modulen vergangenes Jahr, oder dem Bau von Passivhäusern - für österreichische, vor allem für unsere hochspezialisierten und kompetenten Kärntner Unternehmen, öffnen sich durch diese enge Kooperation neuen Chancen und Möglichkeiten", so die Technologiereferentin des Landes Kärnten, Gaby Schaunig, in ihren Begrüßungsworten.

Konkret sollen die Kärntner Unternehmen vor Ort relevante Kompetenzen und Know-how im Bereich Solarenergie vermitteln. Unter anderem durch die Lokalisierung von High-Tech-Produkten in Kasachstan und die Möglichkeit des nachfolgenden Exports sowie direkter Investitionen. Als Ergebnis des Projektes soll in der gesamten Region Turkestan Sonnenenergie effektiv genutzt werden, bis keine Abhängigkeit mehr von traditionellen Energiequellen besteht. Das wiederum soll zu niedrigeren Energiekosten, aber auch zu neuen Arbeitsplätzen in der Region führen.

"Über 52 Prozent beträgt der Anteil erneuerbarer Energien in Kärnten, wir sind damit nicht nur Vorreiter in Österreich, sondern liegen auch europaweit im Spitzenfeld. Kärnten hat unter breiter Beteiligung von Fachleuten und Unternehmen, aber auch der Bevölkerung, Masterpläne für Energie und Mobilität entwickelt. Es geht hier um den effizienten Einsatz von Ressourcen, um Umwelt- und Klimaschutz, Ersparnissen bei den Energiekosten und um spürbare Verbesserungen für die Menschen. Ich bin überzeugt, dass Kärntner Unternehmen diese Impulse und dieses Wissen auch in Kasachstan erfolgreich einsetzen werden", so Schaunig weiter.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig\t
Redaktion: Grollitsch/Stirn
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig