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UNESCO-Schultagung: 17 Ziele für eine bessere Welt

18.10.2018
LH Kaiser begrüßte Referenten der Österreichischen UNESCO-Schulen zur dreitägigen Tagung am Hafnersee - vier Kärntner UNESCO-Schulen in einem internationalen Netzwerk von 181 Staaten


Klagenfurt (LPD). Einmal jährlich findet für die Referentinnen und Referenten der Österreichischen UNESCO-Schulen eine 3-tägige Tagung statt. Heuer treffen sich die Pädagogen am Hafnersee, um die Basis für die Arbeit während des Schuljahres fest zu legen. Heute, Mittwoch, begrüßte LH Peter Kaiser die Schulreferenten im Sonnenhotel. Die Österreichischen UNESCO-Schulen gehören zum internationalen Schulprojekt der UNESCO. In diesem weltweiten, über 10.000 Bildungseinrichtungen in 181 Staaten umfassenden Netzwerk ist Österreich mit 93 UNESCO-Schulen vertreten. Vier Schulen in Kärnten haben sich diesem internationalen Netzwerk angeschlossen: Das BG Porcia Spittal, das BG/BRG für Slowenen, das Bundesoberstufenrealgymnasium Hermagor sowie die NMS Ferlach.

Landeshauptmann Peter Kaiser hielt fest, dass das Ziel der UNESCO aktueller nicht sein könnte. "Das Ziel der Vereinigung besteht darin, durch internationale Zusammenarbeit Frieden und Sicherheit sowie die Einhaltung der Menschenrechte weltweit zu fördern. Diesem Bestreben liegt eine neue Aktualität zu Grunde und mit den UNESCO-Schulen wurde die Möglichkeit geschaffen, jungen Menschen Weltoffenheit und die Fähigkeit zu einem friedlichen Zusammenleben schon früh zu vermitteln", so Kaiser.

Die Jahrestagung steht unter dem Schwerpunktthema "17 Ziele für eine bessere Welt". Die Vereinten Nationen haben bekanntlich 17 Nachhaltigkeitsziele ausgerufen. Diese Ziele und deren Umsetzung sollten nun auch entsprechend in den UNESCO-Schulen verfolgt werden, die Grundlagen und Inhalte für die Umsetzung werden im Laufe der dreitägigen Tagung in Kärnten erörtert und festgelegt.

"Weil die UNESCO-Schulen die Bildung mit Tun verbinden, erhalten die Kinder und Jugendlichen täglich Handlungs- und Gestaltungskompetenz für ihr Leben. Zugleich wird ihr Interesse für Neues, Fremdes und Anderes geweckt. Ich hoffe, dass noch mehr Schulen in Kärnten die Mitgliedschaft anstreben, denn die UNESCO-Schulen vermitteln Werte wie Toleranz und Mitgefühl", sagte Kaiser. Die Referenten der UNESCO-Schulen haben sich für ihre Tagung auch einen besonderen Ort ausgesucht, denn die UNESCO hat auch die urgeschichtliche Pfahlbau-Siedlung am Keutschacher See zum Welterbe erklärt.

UNESCO-Schulen bekennen sich zu einer besonderen pädagogischen Grundhaltung. Lernen ist ein handlungsorientierter Prozess, eine fächerübergreifende und vor allem interkulturelle Zusammenarbeit sowie ein hohes Maß an Teamarbeit werden in den Schulen gelebt. Zu den Themenschwerpunkten zählen beispielsweise Welterbe, Kultur- und Naturerbe, nachhaltige Entwicklungen, die Friedenserziehung, die Menschenrechte sowie Biodiversität und Klimawandel, Toleranz und Interkulturalität. Im Unterricht und in Form von Projektarbeiten werden diese Schwerpunkte gelehrt und vermittelt.

Weltoffenheit und die Fähigkeit zu einem friedlichen Zusammenleben zu vermitteln, gehören zu den wichtigsten Zielen, die die UNESCO-Schulen weltweit verfolgen. Bildung soll mit Tun verbunden werden, um Handlungs- und Gestaltungskompetenz zu vermitteln.
Das Bildungsmodell der UNESCO-Schulen, deren Netzwerk 1953 gegründet wurde, beruht auf 4 Säulen: learning to know, learning to do, learning to be, learning to live together. Damit verfolgt man das Ziel, durch die Zusammenarbeit zwischen Völkern in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Wahrung des Friedens und der Sicherheit beizutragen.

Die Mitgliedschaft im Netzwerk bietet den Zugang zum internationalen Netzwerk mit über 9.900 Bildungseinrichtungen weltweit, vom Kindergarten bis zur Lehrerinnen- und Lehrerausbildung, sowie die Beteiligung an internationalen Aktivitäten und die Umsetzung gemeinsamer Projekte. Schulen können ihre Mitgliedschaft bei der Österreichischen UNESCO-Kommission beantragen. Erforderlich ist dann eine zweijährige engagierte Mitarbeit im Österreichischen Netzwerk. Danach erfolgt erst die Aufnahme der Schule ins internationale Netzwerk der UNESCO.

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen als Grundlage für das Motto der Jahrestagung, "17 Ziele für eine bessere Welt"
1.\tArmut beenden
2.\tKein Hunger
3.\tGesundheit und Wohlergehen
4.\tHochwertige Bildung
5.\tGeschlechtergerechtigkeit verwirklichen
6.\tSauberes Wasser und Sanitärversorgung
7.\tBezahlbare und saubere Energie
8.\tMenschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
9.\tNachhaltige Infrastruktur und Industrialisierung
10.\tUngleichheit verringern
11.\tNachhaltige Städte und Gemeinden
12.\tNachhaltige Konsum- und Produktionsmuster
13.\tMaßnahmen zum Klimaschutz
14.\tMeere schützen
15.\tLandökosysteme schützen
16.\tFrieden und Gerechtigkeit verwirklichen
17.\tGlobale Partnerschaft


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LPD Kärnten/Peter Just