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Gailtal hat erstes bezirksübergreifendes Bildungszentrum

19.10.2018
LH Kaiser eröffnet Zukunftsprojekt im Gailtal - zwei Gemeinden, St. Stefan und Nötsch, verwirklichen bezirksübergreifende Kinderbetreuung - erweiterte Kindertagesstätte, Kindergarten, Volksschule und Nachtmittagsbetreuung für Schüler - alles unter einem Dach


Klagenfurt (LDP). Ein Zukunftsprojekt für eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Betreuung der Kinder haben die Gemeinden St. Stefan und Nötsch im Gailtal mit einer Investitionssumme von rund 600.000 Euro gemeinsam finanziert und umgesetzt. Das erste bezirksübergreifende Bildungszentrum wurde heute, Freitag, in St. Stefan von Bildungsreferenten Landeshauptmann Peter Kaiser mit den Gemeindevertretern, der Bevölkerung und den Kindern feierlich eröffnet. Im Bildungszentrum selbst, das auch baulich erweitert wurde, sind die Kindertagesstätte, der Kindergarten, die Volksschule, die Nachmittagsbetreuung sowie die Musikschule untergebracht.

"Schon 2013 haben wir mit dem damaligen Bürgermeister Hans Ferlitsch hier das nahezu erste Bildungszentrum in Kärnten als Leuchtturm eröffnen können. Jetzt wurde dieser Leuchtturm erweitert und wir sehen eine Perle der Kinderbetreuung, ein Projekt, das der Region Zukunft gibt", sagte LH Peter Kaiser bei der Eröffnung. Immerhin wurde das Bildungszentrum in St. Stefan um 300 Quadratmeter erweitert und hat durch die Kindertagesstätte eine zusätzliche Nutzung erhalten. Kaiser bedankte sich auch bei Vizebürgermeisterin Margit Gallautz, die als treibende Kraft hinter dem Projekt gilt und dem Land schon vor Jahren eine Petition überreicht hat, damit in St. Stefan ein Bildungszentrum entstehen konnte.

Kaiser betonte, dass die beiden Gemeinden, St. Stefan und Nötsch, stolz sein können auf ihre Zusammenarbeit und die verbesserte Kinderbetreuung. Eine Gemeinde alleine hätte die Errichtung einer Kindertagesstätte nicht stemmen können, gemeinsam hat man das Projekt finanzieren und realisieren können. "Die Gemeinden zeigen, dass Bezirksgrenzen keine Grenzen sondern Verbindungen sind. Bitte schaut auf unser wichtigstes Gut, unsere Kinder. Je wohler sich die Kinder in ihrer Umgebung fühlen, desto besser ist ihre Entwicklung", so Kaiser, der gemeinsam mit den Bürgermeistern Ronny Rull (St. Stefan) und Alfred Altersberger (Nötsch) symbolisch einen Schlüssel überreichte, um das Bildungszentrum offiziell für eröffnet zu erklären.

Nachdem der Bedarf an Betreuungsplätzen für unter dreijährige Kinder in den beiden Gemeinde gestiegen ist, jede für sich aber keine Kindertagesstätte errichten konnte, entwickelte man das gemeinsame Projekt und wurden im Sommer die Baumaßnahmen gestartet und nach nur neun Wochen Bauzeit entstand ein Zubau an der bestehenden Volksschule in St. Stefan. Die neu entstandene Nutzfläche beträgt rund 300 Quadratmeter. Aber auch die räumliche Situation im gesamten Bildungszentrum wurde verbessert. So erfolgt nun im Obergeschoss des Zubaus die Betreuung der Kinder der Ganztagsschule. Insgesamt kann das neue Bildungszentrum mit seinen Betreuungseinrichtungen schon jetzt eine 95 %ige Auslastung vorweisen. 100 Kinder finden im neuen Bildungszentrum Platz.

Bürgermeister Ronny Rull bedankte sich bei seinem Vorgänger Hans Ferlitsch, der den Grundstein für die jetzt erfolgte Erweiterung gelegt hat und bei der heutigen Eröffnung natürlich anwesend war. Rull sprach aber auch seinen Dank gegenüber dem Land Kärnten und den zuständigen Abteilungen aus, die die Baumaßnahmen begleitet und für eine rasche Umsetzung gesorgt haben.

Bürgermeister Alfred Altersberger sagte, dass mit diesem Projekt "zwei Gemeinden nachhaltige Bildungsentwicklung für die Zukunft schreiben, weil die Kinder damit in der Region bleiben können und ihren Lebensmittelpunkt im Gailtal sehen". Auch Bürgermeister der Nachbargemeinden kamen zur Eröffnung dieses ersten gemeindeübergreifenden Projektes wie Bgm. Christian Hecher, Bgm. Johann Lenzhofer und Vize-Bgm. Josef Zoppoth, weiters wurden Bezirkshauptmann Heinz Pansi und Landtagsabgeordneter Luca Burgstaller begrüßt.

Kärnten hat im Jahr 2015 mit dem Bildungs- und Schulstandortekonzept den Fokus auf Bildungszentren gelegt. Betreuung und Ausbildung vom Kindergarten über die Volksschule bis hin zu höheren Bildungseinrichtungen erfolgen nach diesem Konzept unter einem Dach. Damit entstehen für die Gemeinden als Erhalter der Schul- und Kindergartengebäude nachhaltige Synergien und deutliche Kostenreduktionen.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LPD Kärnten/Steinacher