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Regierungssitzung 7 - Brückenbudget wird aufgestockt

24.10.2018
LR Gruber: Sonderprüfung aller 1.750 Landesbrücken durchgeführt - Rechtzeitige Investitionen notwendig, um baulichen Rückstau zu verhindern und Sicherheit zu gewährleisten


Klagenfurt (LPD). Das Land Kärnten ist für den Erhalt, die Wartung und die Kontrolle von 1.750 Brücken zuständig. Diese wurden nun einer Sonderprüfung unterzogen, um einen aktuellen Überblick über die Sicherheit der Brückenbauwerke zu bekommen. Das Ergebnis, das heute, Mittwoch, in der Regierungssitzung von Straßenbaureferent LR Martin Gruber vorgelegt wurde, zeigt, dass sich 1678 Brücken in den Güteklassen 1 bis 3 und damit in einem sehr guten Zustand befinden. "Allerdings wurden 66 Brücken nur mit der Güteklasse 4 beurteilt, weshalb hier eine sofortige statische Nachrechnung notwendig ist", informierte Gruber das Regierungskollegium. Auch die Altersstruktur der Brücken sei zu beachten. Über 500 Brücken im Landesstraßennetz sind zwischen 50 und 80 Jahre alt, 58 Brücken sind sogar älter als 80 Jahre.

"Wir müssen in den nächsten Jahren vermehrt auf Brücken-Neubauten und Generalsanierungen vorbereitet sein", gab Gruber zu bedenken. Die Mittel für den Brückenbau sollen daher 2019 nochmals deutlich aufgestockt werden. Nach einer Steigerung um 25 Prozent auf 6,5 Millionen Euro von 2017 auf 2018 sollen die Finanzmittel 2019 auf acht Millionen Euro erhöht werden, wie Gruber berichtete. "Ich möchte verhindern, dass wir bei den Brücken in eine Situation kommen wie wir sie im Straßenbau erleben, wo heute die jahrelangen Versäumnisse der Vergangenheit aufzuholen sind", so der Straßenbaulandesrat.

Als einen weiteren zukünftigen Schwerpunkt im Brückenbau nannte Gruber die Modernisierung von Überwachungsmethoden, z.B. durch Drohnenflüge und digitale Messtechniken, um nicht nur nach vorgegebenen Prüfintervallen, sondern auf Knopfdruck aktuelle Daten zu erhalten und rascher reagieren zu können.



Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Wedenig/Zeitlinger