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Hochwasserwarnung 2: Verbund senkt Wasserpegel auf Niedrigststand

27.10.2018
LR Fellner beruft Landeskrisenstab ein - Bezirkshauptmannschaften erwirken mittels Bescheid drastische Absenkung der Stauseebecken - Kontakt mit Slowenien bereits aufgenommen - Blaulichtorganisationen in Oberkärnten und Lavamünd in Alarmbereitschaft


Klagenfurt (LPD). Aufgrund der Wetterwarnungen tagte heute, Samstag, der Landeskrisenstab. Grund: Aktuelle Vorhersagen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik prognostizieren Niederschlagsmengen, die noch höher sind, als bislang angenommen. Der Durchfluss der Drau würde mit derzeitigem Stand aufgrund des intensiven Regens am Montag und Dienstag auf 2000 bis 2400 Kubikmeter anwachsen. Um Schäden in Ober- und Unterkärnten so gering wie möglich zu halten, wird der Wasserstand in den Stauseebecken in Edling, Ferlach und im Bereich der Annabrücke basierend auf Bescheiden der zuständigen Bezirkshauptmannschaften drastisch abgesenkt. Auch mit Slowenien wurde laut Katastrophenschutzbeauftragtem Markus Hudobnik Kontakt aufgenommen.

"Wir bitten die Bevölkerung der betroffenen Gebiete entlang der Gail, der Möll und vor allem der Drau, wachsam zu sein. Achten Sie auf die Informationen aus Radio und Fernsehen, und kooperieren Sie, wenn nötig, bestmöglich mit den Blaulichtorganisationen die jetzt schon in Alarmbereitschaft stehen", appelliert Katastrophenschutzreferent Daniel Fellner.

"Das Stauseebecken in Edling wird auf vier Meter abgelassen. Ein Stand den wir noch nie hatten und der natürlich auch Konsequenzen auf den Fischbestand und andere Dinge haben wird", so Völkermarkts Bezirkshauptmann Gert Klösch. Er betont: "Das Gut und die Gesundheit der Bevölkerung in Lavamünd muss hier aber oberste Priorität für uns haben."

Während in Oberkärnten punktuell große Hochwasser erwartet werden, werden die größten Schäden derzeit aber in Lavamünd befürchtet. Schon ab einem Durchfluss von 1450 Kubikmeter wird Lavamünd überschwemmt. "Wir hoffen aufgrund der Senkung der Stauseebecken auf einen Wert von 1800 Kubikmetern zu kommen. Mit überschwemmten Kellern und überfluteten Straßen muss also in jedem Fall gerechnet werden", warnt Georg Fejan, Bezirkshauptmann von Wolfsberg.


Morgen, Sonntag um 10.30 Uhr tagt der Landeskoordinationausschuss noch einmal in der Landesalarm- und Warnzentrale um weitere Schutzvorkehrungen zu treffen.



Rückfragehinweis: Büro LR Fellner
Redaktion: Susanne Stirn