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Hospiz und Palliativversorgung in Kärnten im laufenden Ausbau

31.10.2018
LHStv.in Beate Prettner und Petra Richter vom Landesverband Hospiz Kärnten: Menschen werden in der letzten Phase ihres Lebens würdevoll begleitet - Erweiterungskonzept wird im November präsentiert


Klagenfurt (LPD). "Die letzte Lebensphase eines Menschen gut zu begleiten und ein Sterben in Würde zu ermöglichen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Im Mittelpunkt steht neben der Verbesserung der Lebensqualität des schwerkranken Menschen die Unterstützung seiner Angehörigen. Das stellt hohe Anforderungen an eine umfassende Hospiz- und Palliativversorgung", betonten heute, Mittwoch, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner und Petra Richter vom Landesverband Hospiz Kärnten.

In Kärnten wurden die Strukturen der Hospiz- und Palliativversorgung flächendeckend aufgebaut - "und wir haben sie in den vergangenen Jahren nicht nur ständig quantitativ erweitert, sondern dabei vor allem auf die Bedürfnisse einzelner Personengruppen Rücksicht genommen: So haben wir Konzepte für geriatrische Patienten und für Kinder und Jugendliche umgesetzt", erklärte Prettner. Ein mobiles Kinder-Palliativteam wurde ebenso etabliert wie ein ehrenamtliches mobiles Kinder-Hospizteam.

Für Erwachsene sind drei mobile Palliativteams - Team Klagenfurt, Team Villach, Team St. Veit - kärntenweit mit 18 Vollzeitäquivalenten im Einsatz. Unterstützend sind 30 Hospizteams mit rund 320 qualifizierten ehrenamtlichen Hospizbegleitern tätig. Sie schenken Zeit: zu Hause, im Pflegeheim, im Krankenhaus: "Die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen leisten Großartiges, um den Betreuten auf physischer, psychischer und spiritueller Ebene Hilfe und Beistand zu ermöglichen", spricht Prettner den Teams ein großes Dankeschön aus.

Wie die Gesundheitsreferentin informiert, habe das Land Kärnten in den vergangenen Monaten gemeinsam mit den Trägern der Hospiz- und Palliativversorgung - der KABEG und dem Landesverband Hospiz Kärnten - an einem detaillierten Erweiterungskonzept gearbeitet. Präsentiert wird dieses Konzept Ende November. Petra Richter vom Landesverband Hospiz hält fest: "Es freut uns, dass künftig die ehrenamtliche Hospizarbeit vermehrt unterstützt wird, die durch die Aufbauarbeit und das finanzielle Engagement unserer Trägerorganisationen Hospizbewegung Diakonie, Caritas und Rotes Kreuz ermöglicht wurde."

Laut Prettner sei es "erklärtes Ziel, den Ausbau abgestimmt auf die Bedürfnisse konsequent umzusetzen. Die Entwicklung der letzten Jahre hat vor allem zweierlei gezeigt: Zum einen eine Zunahme geriatrischer (Palliativ)Patienten. Zum anderen den wachsenden Bedarf in der Hospiz- und Palliativversorgung von Kindern und Menschen mit Behinderung. Ebenso sind ihre Angehörigen zu unterstützen und zu begleiten", sagte Prettner. Niemand dürfe alleine gelassen werden.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Böhm