News

POLITIK

Hochwasser 12: Schulterschluss zwischen Land und Bund in Sachen Katastrophenhilfe

31.10.2018
BK Kurz, LH Kaiser, BM Köstinger, LR Fellner, LR Gruber: Große Erleichterung, dass bei Schutzmaßnahmen und Aufräumarbeiten keine Menschenleben zu beklagen waren - Dank an Einsatzkräfte -Wenn Schadenssumme feststeht, soll Geld aus Katastrophenfonds des Bundes rasch nach Kärnten fließen


Klagenfurt (LPD). In einer gemeinsamen Pressekonferenz nach der Lagebesprechung des Landeskrisenstabes traten Bundeskanzler Sebastian Kurz, Landeshauptmann Peter Kaiser, Umweltministerin Elisabeth Köstinger, Katastrophenschutzreferent LR Daniel Fellner und Straßenbaureferent LR Martin Gruber heute, Mittwoch, vor die Presse. Kaiser übergab an Kurz ein Schreiben der Landesregierung, in dem die Bundesregierung um rasche und unbürokratische Hilfe gebeten wird.

Lob gab es vom Landeshauptmann für das Katastrophenmanagement, das gut funktioniert habe. "Wichtig ist es, in solchen Situationen die betroffenen Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und noch wichtiger ist es, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind", betonte Kaiser. Wie groß die Schäden derzeit sind, sei noch nicht feststellbar. Mit der gemeinsamen Pressekonferenz wolle man auch signalisieren, dass die gemeinsame Hilfe oberste Priorität habe.

Der Bundeskanzler dankte allen Einsatzkräften und lobte deren professionelle Arbeit und drückte gleichzeitig sein Mitgefühl für alle vom Hochwasser Betroffenen aus. "Gerade in derartigen Situationen sind die Zusammenarbeit, die Unterstützung aber auch die unbürokratische Hilfe wichtig. Sie wird es rasch geben", kündigte der Regierungschef an.

Katastrophenschutzreferent Fellner drückte seine Erleichterung aus, dass kein Menschenleben zu beklagen sei. "Es rechtfertigt unsere intensiven Vorbereitungen ehe das Hochwasserszenario losgegangen ist und zeigt, dass die von uns eingeleiteten Maßnahmen richtig waren", sagte Fellner.

Umweltministerin Köstinger sicherte aus ihrem Ressort für die Betroffenen ebenfalls rasche Hilfe zu. Sie bedankte sich speziell beim Verbund, der Schutzwasserwirtschaft und der Wildbachverbauung und strich die Solidarität unter den Einsatzorganisationen hervor.

Straßenbaureferent Gruber dankte dem Bundeskanzler und der Ministerin für die rasch zugesagte Hilfe seitens des Bundes. Er informierte, dass derzeit alle Straßenmeistereien mit 440 Mitarbeitern sowie auch der Agrarbauhof Kärnten im ständigen Einsatz sind, um Schäden zu beheben. "Der kritischste Bereich ist derzeit das Lesachtal, wo aktuell mit Bodenmechanikern und Vermessern die Situation beurteilt wird", so Gruber. Die Sanierung der Straße in das Lesachtal sei im Straßenbaubudget des nächsten Jahres bereits budgetiert worden, diese Mittel werden aber aufgrund der aktuellen Ereignisse weiter erhöht werden.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser. LR Fellner, LR Gruber, BKA, Umweltministerium
Redaktion: Kurath/Zeitlinger
Fotohinweis: LPD Kärnten/Eggenberger