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Pflege: Premiere für neues Ausbildungsmodell

02.11.2018
LHStv.in Prettner: 73 neuen Diplompflegekräften folgen am Montag 13 Absolventinnen und Absolventen der Sonderausbildung in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege und 24 aus der Pflegefachassistenz


Klagenfurt (LPD). Erst Mitte September wurde an 73 neue Diplompflegekräfte das Zeugnis verliehen. Nicht einmal zwei Monate später stehen bereits die nächsten 37 Absolventinnen und Absolventen zur Diplomfeier an. "Wir haben im Frühjahr des heurigen Jahres das Ziel ausgegeben, binnen drei Jahren die Zahl der Absolventinnen und Absolventen de facto zu verdoppeln und bis 2021 rund 275 zusätzliche Pflegekräfte auszubilden. Wir sind auf dem besten Weg dorthin", erklärt Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Freitag. Mehr noch: Bei den 37 neuen Pflegekräften - ihnen wird am Montag in einer Feierstunde im Konzerthaus Klagenfurt das Diplom überreicht - handelt es sich um die Absolventen der "Sonderausbildung in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege" und in der "verkürzten Ausbildung von der Pflegeassistenz für Pflegefachassistenz".

"Wir bieten in der Pflege abgestufte Ausbildungsmodelle an: Abgesehen von der dreistufigen Ausbildung zur ‚Pflegeassistenz‘, zur ‚Pflegefachassistenz‘ und zur ‚diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege‘ bieten wir nach Bedarf auch Sonderausbildungen an", informiert Prettner. Zusätzliches Pflegepersonal werde laufend benötigt: "Zum einen wurde mit dem Kärntner Heimgesetz der Pflegeschlüssel reduziert, was ein Mehr an Pflegemitarbeitern bedeutet. Zum anderen zeigt die Entwicklung gerade im Gesundheits- und Pflegebereich kontinuierlich nach oben", so Prettner.

In Kärnten wird die Zahl der über 75-Jährigen bis 2030 auf 13,3 Prozent steigen - das ist ein Plus von 35 Prozent. Gleichzeitig steigt die Zahl der Pflegegeldbezieher von 6,3 auf 7,7 Prozent - das wiederum bedeutet ein Plus von 22 Prozent. "Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, dass der Pflegebereich zu den größten Wachstumsbereichen zählt. Damit einher geht die Notwendigkeit, auf entsprechend ausgebildetes Pflegepersonal zurückgreifen zu können", betont die Gesundheitsreferentin. Sie forciert daher jene Maßnahmen, die das Pflegethema "öffnen" - "und dazu zählt auch, den Pflegebereich als Berufschance zu sehen."

Übrigens: Die Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege mit dem dreistufigen Ausbildungsmodell sind kostenlos, man ist unfall- und krankenversichert und erhält ein monatliches Taschengeld. Die Ausbildung zur Pflegefachassistenz dauert zwei Jahre. In der Folge ist eine Höherqualifizierung zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege mit Bachelorabschluss an der FH Kärnten möglich. Die Anmeldefrist für das nächste Semester (Start: 4. Feber 2019) läuft seit 17. September, Anmeldungen sind bis 9. November 2018 möglich.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Böhm