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Unwetter 2: Lokalaugenschein in Bad Eisenkappel/Železna Kapla

02.11.2018
LH Kaiser und LR Fellner holten sich Lagebericht vor Ort und besuchten schwer betroffene Gehöfte - Notwendige Hilfsmaßnahmen werden rasch koordiniert


Klagenfurt (LPD). Das Unwetter kam mit voller Wucht und der Schaden ist enorm. Das wurde heute, Freitag, Landeshauptmann Peter Kaiser und Katastrophenschutzreferent Daniel Fellner in Bad Eisenkappel/Železna Kapla von den Gemeindeverantwortlichen berichtet. Kaiser und Fellner sagten rasche Hilfe zu - schon in der kommenden Regierungssitzung werde dazu ein großes Maßnahmenpaket geschnürt.

"Wir stehen aktuell vor völlig neuen Katastrophenszenarien und müssen neben dem Katastrophenfonds adäquat reagieren", sagte der Landeshauptmann. In der Regierungssitzung kommenden Dienstag werde Katastrophenschutzreferent Fellner einen umfassenden Bericht vorlegen, damit so schnell wie möglich ein entsprechendes Maßnahmenpaket geschnürt werden könne. Rasche Hilfe, Wiederherstellung der Infrastruktur und Entlastung der Gemeinden würden im Mittelpunkt stehen. "Wir müssen alles tun, um die Menschen zu schützen. Gott sei Dank gibt es in Kärnten, im Unterschied zu Italien, keine Todesopfer zu beklagen", so der Landeshauptmann, dem es sehr wichtig war, mit den Betroffenen persönlich zu reden. "Unser Zuspruch und die Unterstützung des Landes gilt - neben allen anderen betroffenen Gebieten in Kärnten - in besonderem Maße der Eisenkappler Bevölkerung", betonte Kaiser.

Für Katastrophenschutzreferent Fellner steht natürlich ebenfalls rasches Handeln im Fokus: "Jetzt gilt es, die Verkehrswege und die Versorgung wieder herzustellen sowie den Menschen rasche Hilfe zukommen zu lassen." Zur geforderten unbürokratischen und schnellen Hilfe sagte Fellner: "Unbürokratisch ja, aber es müssen natürlich gewisse Regeln eingehalten werden." Man werde eine Vereinfachung im Bereich Nothilfswerk ins Auge fassen. "Sechs Bezirke in Kärnten sind betroffen und da kann vielleicht Personal aus den anderen Bezirken aushelfen", meinte der Katastrophenschutzreferent.

Gert Klösch, der Bezirkshauptmann von Völkermarkt, schilderte die aktuelle Situation im betroffenen Gebiet: "Die Schadenserhebung betrifft 100.000 Festmeter Holz, versteckte Würfe wurden noch nicht erkannt, da Flüge noch nicht möglich waren. Der Seebergsattel ist frei befahrbar, der Paulitschsattel ist stärker unterspült und gesperrt. Die Erreichbarkeit ist größtenteils wieder gegeben." Auch von der Kelag gebe es grünes Licht: "Heute werden alle Haushalte im Raum Bad Eisenkappel/Železna Kapla wieder mit Strom versorgt sein."

"Ich habe alle Gemeindestraßen angeschaut, sie sind nicht so schlimm betroffen, aber manche Wege sind komplett weggerissen und diese sind wichtig für die Bauern wegen dem Holzabtransport", sagte Franz Josef Smrtnik, Bürgermeister von Bad Eisenkappel/Železna Kapla. Er verwies auch auf den sehr extremen Windwurf, der die Menschen nun innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Mal getroffen habe, wo doch die Beseitigung der schweren Schäden des Föhnsturms Yves noch gar nicht abgeschlossen sei. "Wir sind ein Bergvolk und müssen nach vorne schauen, aber die Menschen sind frustriert und deprimiert", berichtete Smrtnik. Der Bürgermeister betonte, dass nun unbürokratische und schnelle Hilfe dringend notwendig sei. Besonderen Dank gab es für die Kelag: "Ich ziehe vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Hut, die Versorgung der Menschen wurde unglaublich rasch wieder hergestellt."


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser, LR Fellner
Redaktion: Ulli Sternig
Foto: LPD/Peter Just

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