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POLITIK

Unwetter 1: LR Fellner nimmt Versicherungen in die Pflicht

03.11.2018
Pflichtversicherung als Einzelmaßnahme zu wenig - Brauchen umfassendes Gesamtpaket, das Betroffenen wirklich hilft - Auch steuerliche Erleichterungen für geschädigte Land- und Forstwirte - Einladung zu rundem Tisch


Klagenfurt (LPD). An ein Déjà vu erinnert Kärntens Katastrophenschutzreferent LR Daniel Fellner die, im Rahmen der jetzigen Unwetterschäden neuerlich von Versicherungen, erhobene Forderung nach einer Pflichtversicherung, welche seitens der Politik für alle österreichischen Haushalte zu leisten sein sollte. "Diese immer am Höhepunkt von Unwettern und Naturkatastrophen erhobene Forderung wird der betroffenen Bevölkerung als Einzelmaßnahme ebenso wenig eine zufriedenstellende Lösung bringen, wie die Androhung, Versicherungsbeiträge zu erhöhen", betont Fellner heute, Samstag.

Vielmehr brauche es ein umfassendes Gesamtpaket, um auch den für die Zukunft aufgrund des unleugbaren Klimawandels zu erwartenden Schäden Rechnung zu tragen und die Bevölkerung zu schützen und zu unterstützen. "Da gehören präventive Schutzbauten und Schutzpläne ebenso dazu, wie gemeinsam zu erstellende Maßnahmenpakete, um Betroffenen rasch und unbürokratisch finanziell zu helfen", so Fellner, der wie berichtet, bereits am Dienstag über ein auch finanzielles Maßnahmenbündel seitens der Landespolitik in der Sitzung der Landesregierung informieren will.

Gefordert sei aber nicht nur die Landes- und die Bundespolitik sondern natürlich auch die Versicherungen, die ihre bestehenden Angebote überprüfen, an die Bedürfnisse und Anforderungen der Betroffenen anpassen und für raschere Auszahlungen sorgen müssen", macht Fellner deutlich. Der Katastrophenschutzreferent bringt weiters auch die Forderung nach steuerlichen Erleichterungen für betroffene Land- und Forstwirte in die Diskussion mit ein. "Wenn wie beispielsweise in Bad Eisenkappel oder im Lesachtal infolge des Unwetters Forstwirte für eine oder gar mehrere Generationen keine Chance auf Erträge haben, dann sollte man ernsthaft über mögliche Steuererleichterung für sie nachdenken", erklärt Fellner.

Der Katastrophenschutzreferent regt zur Erarbeitung eines entsprechend umfassenden Maßnahmenbündels einen runden Tisch mit allen Beteiligten - Landes- wie Bundespolitik, Sozialpartner und Interessensvertreter sowie Versicherungsverantwortliche an.


Rückfragehinweis: Büro LR Fellner
Redaktion: Schäfermeier/Sternig