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POLITIK

Regierungssitzung 3 - Ambulante Nachbetreuung für Suchtkranke

06.11.2018
LHStv.in Beate Prettner: Land Kärnten fixiert neues Maßnahmenangebot, um Gefahr des Sucht-Rückfalles zu minimieren - 115 Euro pro Person und Woche für ambulante Nachbehandlung


Klagenfurt (LPD). "Sucht hat viele Gesichter - von Handysucht über Magersucht und Spielsucht bis zur Alkohol- und Drogensucht. Die Gesellschaft und die Politik sind zunehmend gefordert", betonte Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Dienstag, Regierungssitzung. In dieser wurde die Einrichtung einer ambulanten Nachbetreuung von Suchtkranken beschlossen. Denn: "Die Behandlung von Suchtkranken in einer ambulanten oder stationären Einrichtung ist das eine. Das andere ist die Nachbetreuung. Nach einer Langzeittherapie besteht die potenzielle Gefährdung, dass die Klienten in ihr altes Verhaltensmuster zurückfallen", erklärte Prettner. "Um genau diesen Rückfall zu verhindern und um die Betroffenen nachhaltig zu stabilisieren, sind Nachbehandlungen eine sinnvolle Ergänzung."

Diese ambulanten Nachbetreuungen sind vielfältig: Sie umfassen Einzeltherapien durch psychotherapeutisches und klinisch-psychologisches Personal ebenso wie psychosoziale Betreuungen durch Sozialarbeiter und fachärztliche Untersuchungen.

Mit diesem Maßnahmenpaket wird nunmehr der Verein Grüner Kreis betraut: Er wird - auf die stationäre Behandlung aufgebaute - ambulante Nachbetreuungen anbieten. Wie die Referentin mitteilte, werde dafür ein Pauschalbetrag von 115 Euro pro Person und Woche bezahlt. Die Kosten werden für die Dauer von mindestens sechs Monaten bis zu zwölf Monaten übernommen. Die Klienten werden vom Land Kärnten zugewiesen. Vorerst sind 30 Personen pro Jahr für die Nachbehandlung vorgesehen.

"Mit diesem zusätzlichen Angebot setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt in der Suchtbekämpfung", sagte Prettner. Parallel dazu werde der Präventionsbereich kontinuierlich gestärkt, denn Prävention sei und bleibe der Dreh- und Angelpunkt: "Prävention ist langfristig gesehen der wichtigste Baustein in unserem kollektiven Kampf gegen die Sucht", ist Prettner überzeugt.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger