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Übungsannahme "Blackout": Drei Bezirke und ein Magistrat proben für europaweiten Stromausfall

13.11.2018
LH Kaiser und LR Fellner danken den Übungsbeteiligten - Morgen ausnahmslos zwischen 10.45 und 11.15 Uhr Film- und Fotomöglichkeit in Stäben, Stromabschaltung und Evakuierung am Arnulfplatz 1 um 13.30 Uhr


Klagenfurt (LPD). Es ist ein kalter Februar mit starken Schneefällen und plötzlich fällt der Strom aus - europaweit und längerfristig. Ein sogenannter "Blackout" ist das Szenario, das gerade in der dreitägigen Katastrophenschutzübung "Combined Success 2018" von insgesamt fast 120 Teilnehmenden bewältigt werden muss. Erstmals läuft solch eine Übung in drei Bezirken und einem Magistrat gleichzeitig: St. Veit, Wolfsberg, Klagenfurt-Land und die Landeshauptstadt Klagenfurt haben Bezirkskrisenstäbe hochgefahren. Der von mehreren Experten unterstützte Landeskrisenstab fungiert gleichzeitig als Übungsleitung. Absolviert wird die Übung von den behördlichen Stäben als Planspiel quasi auf dem Reißbrett, Einsatzkräfte zum Beispiel werden also nicht real, sondern nur annahmeweise ausgeschickt. Für die Bevölkerung gibt es durch die Übung selbstverständlich keine Einschränkungen.

Landeshauptmann Peter Kaiser als Personalreferent und Katastrophenschutzreferent Landesrat Daniel Fellner danken allen Übungsbeteiligten für ihr Engagement. "Wir wollen für einen Ernstfall so gut wie nur möglich vorbereitet und abgestimmt sein. Experten zufolge ist es nämlich nicht die Frage ob, sondern wann es in Europa zu einem größeren Blackout kommen wird", so Fellner. Kaiser hebt das allgemein sehr gute Zusammenspiel von Behörden, Einsatzorganisationen, Bundesheer, Institutionen, Firmen und Fachleuten in Kärnten hervor. "Ich danke auch dem Landespressedienst und den Kärntner Medien, die im Rahmen dieser Übung unter anderem gemeinsam ein Pilotprojekt zur Information der Bevölkerung gestartet haben", so Kaiser.

Klagenfurts Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz betont ebenfalls die Notwendigkeit solcher Übungen: "Im Ernstfall müssen in den Krisenstäben strategische, lebenswichtige Entscheidungen getroffen werden. Eingespielte, erfahrene Teams sind auf Ausnahmesituationen trainiert und das ist im Dienste unserer Mitbürger und Mitbürgerinnen unerlässlich, um Krisen gut zu meistern. Herzlichen Dank an alle, die sich bei der ‚Combined Success 2018‘ professionell auf Katastrophenfälle vorbereiten."

"Combined Success 2018" läuft seit heute, Dienstag, und dauert noch bis Donnerstag zu Mittag an. Neben den Bediensteten aus dem Amt der Kärntner Landesregierung, der Bezirkshauptmannschaften und des Magistrates Klagenfurt sind Experten von Kelag/Kärnten Netz GmbH, Stadtwerke Klagenfurt, Energielenkungsbeirat, Kabeg, ÖBB Infrastruktur AG, Sozialhilfeverband Klagenfurt-Land, Apothekerkammer Kärnten, Zivilschutzverband Kärnten, Bundesheer, Polizei, Rotem Kreuz, Feuerwehr und aus dem Lebensmittelhandel beteiligt.

Medien bekommen morgen, Mittwoch, ausnahmslos zwischen 10.45 und 11.15 Uhr die Möglichkeit, in den Bezirkskrisenstäben Film- und Fotoaufnahmen zu machen. Der Landeskrisenstab sowie die Bezirkskrisenstäbe von Klagenfurt-Land und Klagenfurt befinden sich am Gelände des Landesfeuerwehrverbandes in Klagenfurt, die Krisenstäbe von St. Veit und Wolfsberg sind in den jeweiligen Feuerwehren der Bezirksstädte zusammengetreten. Weiters wird morgen um 13.30 Uhr im Regierungsgebäude am Klagenfurter Arnulfplatz 1 der Strom abgeschaltet und eine Notstromversorgung aktiviert. Außerdem findet die Evakuierung aller Bediensteten im Haus statt.

"Combined Success" wurde 2009 als Serie von Katastrophenschutzübungen gestartet und mittlerweile in allen Bezirken Kärntens durchgeführt. Hauptziel von "Combined Success" ist es, die behördlichen Alarm- und Notfallpläne für die Bewältigung verschiedener Katastrophenszenarien zu überprüfen und durch zu üben.

Informationen zur Übung finden Sie auf der Schwerpunkt-Homepage des Landes unter www.ktn.gv.at



Rückfragehinweis: Landespressedienst - Gerd Kurath (0664 - 80536 10201)
Redaktion: Markus Böhm