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POLITIK

Landtag 1: Aktuelle Stunde befasste sich mit Herausforderungen an den Katastrophenschutz

13.11.2018
LR Fellner: Katastrophen Soforthilfepaket der Regierung umfasst sieben Millionen Euro- Servicehotline für alle betroffenen Bürger -
Zusätzliche acht Millionen Euro zur sofortigen Schadensbehebung als zinsenloses Darlehen für betroffene Gemeinden aus Regionalfonds


Klagenfurt (LPD). Im Rahmen der Aktuellen Stunde im Kärntner Landtag wurde heute, Dienstag, von den Abgeordneten die Herausforderungen an den Katastrophenschutz in Kärnten im Zuge der klimatischen Veränderungen sachlich debattiert. Alle Debattenredner bedankten sich bei den Einsatzkräften und freiwilligen Helfern, die während der Hochwasserkatastrophe tagelang im Einsatz standen. Wichtig seien nun die rasche und schnelle Hilfe beim Aufbau und auch die Lehren aus den Ereignissen zu ziehen.

Für das des Regierungskollegium meldete sich Katastrophenschutzreferent Landesrat Daniel Fellner zu Wort. Er berichtete, dass er zwei Tage lang sich ein Bild in allen betroffenen Teilen des Landes über die Schäden gemacht habe. "Von unserer Seite wurde alles in die Wege geleitet, um die notwendige und rasche Hilfe für vom Hochwasser Betroffenen zu gewährleisten. "Seitens der Regierung wurde ein Katastrophen-Sofort-Hilfepaket beschlossen. Für "Hilfe in besonderen Lebenslagen" (HIBL) wurde eine Million Euro bereitgestellt. Über die HIBL erhalten Betroffene 1.000 Euro für leichte Schadensfälle, 3.000 Euro für mittlere und 5.000 Euro für schwere Schadensfälle", teilte Fellner mit.

Weiters gab der Katastrophenschutzreferent folgende Zahlen bekannt: "Die Summe für Schadensfälle, die über das Kärntner Nothilfswerk bereit steht, beträgt drei Millionen Euro. Die Katastrophenhilfe für Gemeinden zur Wiederherstellung der öffentlichen Infrastruktur und zur Sicherstellung der Erreichbarkeit der ländlichen Gebiete beträgt zwei Millionen Euro und kommt aus dem Gemeindereferat. In die Wiederherstellung der Hochwasserschutzmaßnahmen wird heuer noch rund eine Million Euro investiert.

Um eine schnelle Abwicklung der Schadensfälle zu gewährleisten, werden die Synergien in der Kärntner Landesregierung und den Bezirkshauptmannschaften in einer Task-Force gebündelt. "Das betrifft die Forstinspektoren und das Kärntner Nothilfswerk, das zu diesem Behelfe personell aufgestockt wird", erläutert Fellner. Darüber hinaus wurde eine Servicehotline für betroffene Bürgerinnen und Bürger unter 050 536-22132 eingerichtet. Zudem sind das Formular und Informationsservice auf der Homepage des Landes unter www.ktn.gv.at abrufbar.

Fellner teilte den Abgeordneten auch mit, dass nach einer Kuratoriumssitzung des Regionalfonds für die betroffenen Gemeinden acht Millionen Euro für die Finanzierung der Schadensbehebung als zinsenloses Darlehen sichergestellt wurden.



Rückfragehinweis: Büro LR Fellner
Redaktion: Michael Zeitlinger