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Kärnten hat neue zertifizierte Kleinkinderzieherinnen

15.11.2018
LH Kaiser überreicht Zertifikate an 39 Kleinkinderzieherinnen und einen Erzieher - Elementarpädagogik Grundstein für die Bildung unserer Kinder - Stellenwert für Beruf in der Gesellschaft muss steigen


Klagenfurt (LPD). In einem feierlichen Rahmen im Spiegelsaal der Landesregierung erhielten gestern, Mittwoch, 39 Absolventinnen des Ausbildungslehrganges für Kleinkinderzieherinnen ihr Zertifikat von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser. Aber auch ein Mann war dabei, der diesen Berufsweg eingeschlagen hat und den Lehrgang für Kleinkinderziehung absolviert hat. "Ich freue mich, dass Sie alle diesen Beruf gewählt haben und wir bewundern, was sie täglich leisten. Wir werden unsere Kampagne weiterführen, damit noch mehr junge Männer die Kindererziehung und die Bildung unserer Kinder als Beruf wählen, denn die Jüngsten unserer Gesellschaft brauchen beide auf ihrem Bildungsweg - Frauen und Männer", betonte Kaiser in seiner Ansprache. Derzeit arbeiten 2.400 weibliche Pädagogen in diesem Bildungssektor, denen nur 27 männliche Kollegen gegenüber stehen.

Der Lehrgang für Kleinkinderziehung umfasst 430 Unterrichtseinheiten und wird berufsbegleitend geführt. Daher dankte die Landeskindergarteninspektorin Iris Raunig nicht nur den Teilnehmern, sondern auch deren Familien, die es möglich machen "Beruf, Ausbildung und Familie in Einklang zu bringen".

LH Kaiser brachte vor allem die Wertschätzung gegenüber den Kindererziehern und Kindererzieherinnen zum Ausdruck. "Alleine die Feier im Spiegelsaal sollte die Wertschätzung gegenüber ihrer Berufsgruppe zum Ausdruck bringen. Und ich werde in meiner Funktion als Bildungsreferent alles dazu tun, damit auch der Stellenwert des Berufes in der Gesellschaft steigt", erklärte Kaiser. Denn, so Kaiser, es sei nicht zu verstehen, dass Lehrer und Professoren, die beispielsweise mit Erwachsenen arbeiten, so viel mehr verdienen, als jene, die sich mit der Ausbildung der Kleinsten und Kleinen beschäftigen. "Die Herausforderung, die Verantwortung sind jedoch um ein vielfaches höher. Das ganze Leben ist Bildung und beginnt im frühesten Alter", so Kaiser.

Der Landeshauptmann erwähnte in diesem Zusammenhang auch das Kinderstipendium des Landes, das im Herbst gestartet wurde und dessen Ziel es ist, dass jedes Kind in Kärnten, unabhängig von den Einkommensverhältnissen der Eltern eine Betreuungseinrichtung besuchen kann. Im ersten Schritt werden 50 % der durchschnittlichen Betreuungskosten erstattet, in einem nächsten Schritt sollen im kommenden Kindergartenjahr sämtliche durchschnittliche Betreuungskosten für die Eltern entfallen. "Wir gestalten über den Bildungsbereich die Zukunft unseres Landes", wies Kaiser auf die Notwendigkeit der flächendeckenden Ausbildung und Betreuung jedes Kindes in Kärnten hin.

Umrahmt wurde die Zertifikatsübergabe von der Gruppe "Sound of Church", die Begrüßung aller nahm Gerald Salzmann vom IBB (Institut für Bildung und Beratung), das die Lehrgänge durchführt, vor.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LPD Kärnten/Walter Fritz