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WIRTSCHAFT

Regierungssitzung 4: Tourismus als Arbeitgeber - landesweite Befragung startet

20.11.2018
LR Zafoschnig: Land Kärnten erhebt Anforderungen an Tourismus als attraktiver Arbeitgeber - Gezielte Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und zur Imageverbesserung


Klagenfurt (LPD). Kärntens Tourismusbranche ist in den letzten Jahren auf einem Erfolgskurs, ob bei Nächtigungszuwächsen, dem Ausbau der touristischen Infrastrukturangebote oder bei der Investitionstätigkeit der Unternehmen. Das verstärkt aber auch ein seit Jahren bestehendes Strukturproblem: es fehlt an gut ausgebildeten Fachkräften in der Tourismusbranche, vor allem in der Hotellerie und Gastronomie. "Dieser Mangel an qualifiziertem Nachwuchs ist eine große Herausforderung für die Tourismuswirtschaft und auch eine potenzielle Wachstumsbremse für die weitere Tourismusentwicklung Kärntens", fasst Tourismuslandesrat Ulrich Zafoschnig heute in der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung zusammen.

Das Land Kärnten und das Tourismusreferat haben bereits in den letzten Jahren Initiativen gestartet, um dem Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken. Nun werde ein weiterer wichtiger Schritt gesetzt. "Wir wollen gezielt herausfinden, in welchen Bereichen die Tourismusunternehmer und ihre Mitarbeiter die Probleme sehen und wo wir Initiativen setzen müssen. Schließlich erwirtschaftet der Tourismus rund 15 Prozent der Bruttowertschöpfung Kärntens."

Der Tourismusreferent startet deshalb gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Kärnten eine landesweite Befragung, um die aktuellen und künftigen Anforderungen für attraktive Tourismusjobs zu erheben. "Die Erhebung wird durch die FH Kärnten erarbeitet und ausgewertet. Schwerpunktmäßig werden dabei Hotel- und Gastronomiebetriebe mit mindestens zehn Mitarbeitern kontaktiert, um repräsentative Ergebnisse zu erhalten", erläutert Zafoschnig. Berücksichtigt werden ganzjährig beschäftigte Mitarbeiter, saisonale Mitarbeiter und Lehrlinge. "Aufbauend auf diesen Erkenntnissen werden wir in enger Abstimmung mit der gesamten Landesregierung weitere Schritte setzen, um Tourismusbetriebe dabei zu unterstützen, das entsprechend ausgebildete Personal zu finden", so Zafoschnig.

Bereits laufende Aktivitäten werden fortgesetzt. Zentrales Anliegen ist es, das Image des Tourismus als Arbeitgeber weiter zu stärken. Durch die Initiative "Get a job - deine Chance im Tourismus" werden beispielsweise gemeinsam mit der Wirtschaftskammer in Haupt- und Neuen Mittelschulen touristische Berufe vorgestellt. "Fast 5.000 Kärntner Schülerinnen und Schüler hatten bereits die Gelegenheit, sich mit den vielfältigen Berufsmöglichkeiten im Tourismus auseinanderzusetzen", unterstreicht Zafoschnig. Die Unternehmer konnten dadurch erste Kontakte zu neuen Mitarbeitern und Lehrlingen knüpfen. "Die Umfragen im Anschluss ergaben, dass jeder dritte Schüler sich vorstellen kann, später eine Ausbildung im Tourismus zu machen." Immer wichtiger werden auch Faktoren außerhalb des Betriebes selbst. Zafoschnig verweist beispielsweise auf das 2018 mit Unterstützung des Tourismusreferats gestartete Projekt "Job the lake", das die Vorzüge einer Arbeitsstelle am Wörthersee für zukünftige Mitarbeiter aufzeige.

"Fachkräfte stellen in einer Dienstleistungsbranche wie dem Tourismus die Visitenkarte der Unternehmen dar. Wir werden daher gemeinsam alles unternehmen, damit sich die Situation verbessert und die Kärntner Unternehmer den Erfolgskurs weiter ausbauen können. Davon profitiert schlussendlich ganz Kärnten", betont Zafoschnig.



Rückfragehinweis: Büro LR Zafoschnig
Redaktion: Wedenigg/Robitsch