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WIRTSCHAFT

Regierungssitzung 5: Startschuss für Tourismusregionen der Zukunft

20.11.2018
Neue Regionsverordnung soll unter Einbindung der Tourismuswirtschaft bis Sommer 2019 stehen - Zafoschnig: "Keine Zwangsverordnung, aber erwarte mir starken Schulterschluss aller Beteiligten für eine mutige Lösung."


Klagenfurt (LPD). "Viele Jahre wurde über die weitere Stärkung der Tourismusregionen geredet, jetzt packen wir es in einem breit angelegten Prozess gemeinsam an. Davon profitiert der gesamte Tourismusstandort", gibt heute, Dienstag, der Kärntner Tourismuslandesrat Ulrich Zafoschnig in der Regierungssitzung den Start eines Evaluierungsprozesses für die Kärntner Tourismusregionen bekannt. Derzeit gibt es in Kärnten 14 Tourismusregionen, deren Struktur evaluiert und optimiert werden soll. "Nicht alle erfüllen die gesetzlichen Erfordernisse der Mindestnächtigungen bzw. des Mindestbudgets. In der bestehenden Struktur gibt es durchwegs Potenzial, sie noch schlagkräftiger zu gestalten", erläutert Zafoschnig. Welche Struktur und wie viele Regionen aus tourismuspolitischer Sicht sinnvoll wären, soll unter breiter Einbindung der Stakeholder Gemeinden, Regionen, Unternehmer usw. fachlich erarbeitet werden.

"Wir werden eine schlankere und schlagkräftigere Regionsstruktur schaffen, um noch stärker am internationalen Tourismusmarkt auftreten zu können. Nur Regionen, die ausreichend finanzielle Mittel und Ressourcen für die Bewerbung haben, werden international entsprechend wahrgenommen", so Zafoschnig. Auch die Anforderungen der Digitalisierung seien für kleinere Regionen sowohl personell als auch finanziell herausfordernd. Dass größere Regionen zielführend wären, davon ist auch die Kärnten Werbung überzeugt, denn dieses Bild bestätige sich im internationalen Vergleich. Der Tourismusreferent hält aber klar fest: "Es wird keine einseitige Zwangsverordnung ohne Einbindung der regionalen Unternehmer und Gemeinden geben. Ich erhoffe mir den entsprechenden Mut und Weitblick seitens der Tourismuswirtschaft in der Diskussion."

Der Prozess werde sich in drei Phasen gliedern. Zunächst geht es um die fachliche Erarbeitung der Parameter für die Regionsbildung, also um Aufgaben und Herausforderungen einer zukünftigen Destination, im Hinblick auf das Kärntner Tourismusgesetz, aber auch um Vorteile einer Regionsänderung. Daraus abgeleitet werde ein Vorschlag, wie die Zusammensetzung der zukünftigen touristischen Regionen in Kärnten aussehen soll, erstellt. "Dafür werden Orientierungsgespräche mit Vertretern wichtiger Interessentengruppen geführt, in denen die derzeitige Situation beleuchtet sowie mögliche Szenarien für die Zukunft und die Bereitschaft für Kooperationen bzw. sinnvolle Regionszusammenlegungen ausgelotet werden", führt der Tourismuslandesrat aus. Am Ende dieses Prozesses soll dann ein mehrheitlich akzeptierter und ein auf fachlichen Grundlagen basierender Verordnungsentwurf vorliegen. Der Prozess soll bis Ende Juni 2019 abgeschlossen sein und danach die offizielle Begutachtung der Regionsverordnung starten.

"Ich will den Tourismus zukunftsfit machen, nicht den Status verwalten. Die Ausgangslage könnte derzeit nicht besser sein. Ich bin davon überzeugt, dass wir in einem starken Schulterschluss aller Beteiligten einen mutigen Ansatz schaffen, um gestärkt in die Zukunft zu gehen", so Zafoschnig abschließend.



Rückfragehinweis: Büro LR Zafoschnig
Redaktion: Wedenigg/Robitsch